Neuer Aufbruch in Chile – Jugend in Bewegung

Überraschende Verbindungen zwischen Würzburg und Chiles neuer Regierung

Bild oben: Die neue Pressesprecherin der chilenischen Regierung Boric, Camilla Vallejo (links), war vor 10 Jahren mit einer Studierendendelegation Gast bei der Würzburger GEW.

Unter dem Motto „Neuer Aufbruch in Chile – Jugend in Bewegung“ besuchte vor 10 Jahren eine Delegation von Studierenden aus Chile auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Bildungsgewerkschaft GEW Würzburg zahlreiche Städte in Deutschland. Am 21. Januar 2012 war der DGB Würzburg Gastgeber einer Podiumsdiskussion im Studentenhaus.

Angeprangert wurde Chile als Musterland des Neoliberalismus. Eindrucksvoll schilderten Camila Vallejo, kommunistische Studentenführerin, und ihr Mitstreiter die Situation in ihrer Heimat. Soziale Ungerechtigkeit, eine kranke Demokratie, größte Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung waren überall zu spüren. Bildung war nur für Privilegierte und zu einem hohen Preis erreichbar. Aber es herrschte Aufbruchstimmung. Ziviler Ungehorsam, Streiks und eine aufbegehrende Jugend bestimmten das Geschehen. 

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Präsenz und Testen in KiTa und Schule

GEW zu Schulstart und KiTa-Betrieb in Unterfranken

Die Bildungsgewerkschaft GEW im DGB hat ihre Mitglieder befragt (Auswahl von Antworten im Volltext), wie sie den Schulstart nach den Ferien sehen. „Der überwiegende Teil wünscht sich Präsenzunterricht mit Augenmaß, aber kein Fahren auf Sicht wie die Staatsregierung“, so die GEW-Bezirksvorsitzende Monika Hartl.
Präsenzunterricht mit kleinen Lerngruppen wird begrüßt. „Bei Älteren funktioniert Hybridunterricht so gut, dass man getrost abwechselnd einen Teil der Klasse daheim lassen kann“, so die Förderschullehrerin Hartl. Auch reinem Distanzunterricht wird das Wort geredet: „Die Schülerinnen und Schüler schaffen das“, sagten einige der Befragten.
Der Gesundheitsschutz der Beschäftigten hat bei der Bildungsgewerkschaft Priorität. Die GEW Unterfranken weist nochmals darauf hin, dass die Sachaufwandsträger (Gemeinden und Landkreise) in der Pflicht sind, Raumlüftungsgeräte in ausreichender Zahl endlich anzuschaffen: „Geld ist genug da, aber die Entscheidungskraft fehlt“, so Hartl. „Mit einem Raumlüftungskonzept haben die Hygiene- und Abstandsregeln die größte Wirkung.“ So kritisiert die GEW, dass z. B. in Aschaffenburg zwar Gelder für Lüftungsgeräte vom Stadtrat genehmigt wurden, aber nicht in den Schulen ankommen. Mangelnde Aufklärung bei den Schulen sieht die GEW hier als Ursache.
Die generelle Testpflicht aller an Schulen und Kindertagesstätten teilnehmenden Personen wird von der GEW Unterfranken begrüßt. Aber in den Kindertagesstätten wird es bei der Durchführung der Tests Probleme geben. Selbst die Staatsregierung gibt zu, dass es nicht genügend Laborkapazität für sogenannte „Lolli“-Pooltests gibt. Das sei angesichts der Vorlaufzeit beschämend, sagt Hartl. „Die Staatsregierung fährt weiterhin auf Sicht, statt Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen.“

Pooltests in Kitas: PCR-Tests scheitern in Unterfranken an Laborkapazitäten 
GEW: „Chancen für die bessere Methode verpasst“ 

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„Wissenschaft statt Schwurbelquatsch“

2021-12-22_Moni Hartl GEW Unterfranken Wissenschaft statt Schwurbelquatsch - Gegen Verschwörungstheorien und für das Impfen

Die Bildungsgewerkschaft GEW in Unterfranken unterstützte die Grüne Jugend Würzburg bei einer Demonstration für „Wissenschaft statt Schwurbelquatsch. Gegen Verschwörungstheorien und für das Impfen“ am Mittwoch, 22.12., 17:40 am Unteren Markt Würzburg. FFP2-Maskenpflicht bestand.
Es sprach unter anderem die komm. Vorsitzende des GEW-Bezirks Unterfranken, Monika Hartl.
Dazu folgende Links:
https://www.mainpost.de/ueberregional/politik/brennpunkte/lehrer-homeschooling-und-ferienverlaengerung-denkbar-art-10703701

https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/zweites-zusammentreffen-von-querdenkern-und-gegendemonstranten-polizei-zeigt-sich-zufrieden/

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/demo-auf-dem-wuerzburger-marktplatz-120-menschen-demonstrieren-gegen-querdenker-art-10701110

Kultusministerium im Dornröschenschlaf

Die GEW Unterfranken kritisiert die Umsetzung der Pooltests in Schulen und Kindertagesstätten in Unterfranken. Der Lehrkräftemangel mit Ansage trifft besonders Teilzeitkolleginnen.

Pooltests

In Würzburg stehen entgegen der Ankündigung des Ministerpräsidenten keine  Pooltests an Kitas zur Verfügung. Sozialreferentin Hülya Düber musste an ihre Parteikollegin im Familienministerium schreiben und den Mangel an Informationen kritisieren. 

An den Schulen wird kritisiert:

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GEW zum Schuljahresanfang: Mängel bei Personal und Ausstattung

Die GEW Unterfranken sieht zum Schulanfang Handlungsbedarf bei Lehrkräftemangel in allen Schularten und bei Lüftungsgeräten

Zum Schuljahresanfang begrüßt die GEW Unterfranken die Erfüllung ihrer Forderungen nach pragmatischen Lösungen zum Gesundheitsschutz (Maskenpflicht, Testpflicht), sieht aber noch einen langen Weg vor uns (Luftreinigung, Umgang mit Testverweigerern, technische Ausstattung). Dem vom Bund beschlossene Ganztag an Grundschulen ab 2026 muss sofort mit einem ausreichenden Personalkonzept entsprochen werden. Die Bildungsgewerkschaft warnt vor den Folgen des langjährigen Lehrkräftemangels in allen Schularten: „Das baden mehrere vergangene und zukünftige Schülergenerationen aus,“ sagt Monika Hartl, kommissarische GEW-Bezirksvorsitzende in Unterfranken.

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#reformthereform: Demo gegen die Reform des bayerischen Hochschulgesetzes

Sonntag, 21. Februar 2021, 15 Uhr Unterer Markt Würzburg
Abstandsregeln und Maskenpflicht gelten

Wissenschaftsminister Sibler versucht im Schatten der Pandemie ein neues bayerisches Hochschulgesetz bis Juli 2021 durchzuboxen. 
Die Betroffenen an der Universität Würzburg kritisieren die darin eingepflegte Ökonomisierung, den Demokratieabbau und befürchten eine Verschlechterung der Lehre an einer „unternehmerischen Universität“ (Anlage). Damit reihen sie sich ein in Proteste an allen anderen bayerischen Universitäten, wie Regensburg, Nürnberg und München. 
Ein breites Bündnis von Betroffenen, das die GEW in Würzburg unterstützt und organisatorisch begleitet hat, lädt nun ein zu einer Demonstration unter Coronaauflagen.
Fabio Langbein, GEW-Studis Würzburg, wird unter anderem auf der Demo sprechen.

Hintergrund:

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GEW zu Wechselunterricht: „Weniger Hin-und-Her!“

Anlässlich der Kabinettssitzung vom heutigen Dienstag, in dem das weitere Vorgehen hinsichtlich einer Rückkehr zum Präsenzunterricht besprochen wurde, stellt die Bildungsgewerkschaft GEW wiederholt und bekräftigt durch eine Umfrage unter Mitgliedern fest, dass unterschiedliche Altersklassen unterschiedlich behandelt werden müssen. „Die Fokussierung auf Abschlüsse ist der falsche Weg,“ sagt der komm. Bezirksvorsitzende Jörg Nellen. „Wir brauchen vielmehr pädagogische Lösungen, um die schwer Erreichbaren zu fördern.“
Im zweiten Lockdown haben sich Lehrkräfte und Schüler:innenmit mit den technischen Möglichkeiten vor Ort eingerichtet. Die Rückkehr an die Schulen wirft Fragen des Gesundheitsschutzes auf (Impfpriorität, RKI-Inzidenzwerte beachten). Die Jüngeren müssten eher in die Schulen als die Älteren. Letztere kommen mit Distanzunterricht besser zurecht. Dem Wunsch nach Verlässlichkeit und weniger Hin-und-Her bei den Unterrichtsarten muss dringend nachgekommen werden.

Zitate (01.02.2021):

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GEW Ufr.: Streichung der Faschingsferien zurücknehmen!

Die GEW Unterfranken (Bildungsgewerkschaft im DGB) unterstützt mit ihren Mitgliedern die Petition „Herr Minister Piazolo nehmen sie die Streichung der Faschingsferien zurück“ vom 13.01.2021. 
In 48 Stunden wurde sie 28.000 Mal unterschrieben: https://www.openpetition.de/petition/online/herr-minister-piazolo-nehmen-sie-die-streichung-der-faschingsferien-zurueck

Begründung:

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GEW: Hier Ihre Lohnerhöhung!

Die Bildungsgewerkschaft GEW im DGB gab unter dem Motto Gute Leistung braucht gutes Geld am Freitag in Würzburg sybolisch Geldscheine mit ihren Forderungen im Tarifkonflik im öffentlichen Dienst an überraschte Passanten aus. 

Hintergrund: 

Am 01. September begannen die Verhandlungen der Tarifrunde 2020 für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD), nachdem der Tarifvertrag von 2018 am 31.08.2020 gekündigt wurde. Nun sind sie durch den Widerstand der Arbeitgeber ins Stocken geraten. Die GEW ruft daher die Betroffenen (Angestellte und Beamt*innen im öffentlichen Dienst) zu einer  Blitzaktion unter Coronabedingungen (Abstand, Masken, Hygieneregeln) auf:

„Die Leistung der Beschäftigten während der Corona-Pandemie müssen anerkannt werden,“ fordert der Betriebsrat beim Bezirksjugendring Unterfranken, Christian Gündling. Konkret fordern die Gewerkschaften eine Entgelterhöhung von 4,8%, mindestens aber 150 €, bei einer Tarifvertragslaufzeit von 12 Monaten. Beispielsweise würde so das Einstiegsgehalt einer/eines Erzieher*in in Vollzeit in einer Einrichtung wie der Kita an der Löwenbrücke in Würzburg nicht mehr wie bislang 2.829,77 € betragen, sondern um 150 € auf 2.979,77 € ansteigen (S8a, Stufe 1), so Gündling.

„Auch für all diejenigen in der Ausbildung, im Praktikum und im dualen Studium im öffentlichen Dienst fordert die GEW mehr Wertschätzung“, so Anton Salzbrunn, Landesvorsitzender der GEW Bayern. „Ihre Entgelte sollen um 100 € monatlich steigen“. Nur so könne der öffentliche Dienst für Arbeitnehmer*innen attraktiv bleiben und dem Fachkräftemangel Einhalt geboten werden, weiß auch Bundes-GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Am 01. September begannen die Verhandlungen der Tarifrunde 2020 für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD), nachdem der Tarifvertrag von 2018 am 31.08.2020 gekündigt wurde. Nun sind sie durch den Widerstand der Arbeitgeber ins Stocken geraten. Die GEW ruft daher die Betroffenen (Angestellte und Beamt*innen im öffentlichen Dienst) zu einer  Blitzaktion unter Coronabedingungen (Abstand, Masken, Hygieneregeln) auf:

„Die Leistung der Beschäftigten während der Corona-Pandemie müssen anerkannt werden,“ fordert der Betriebsrat beim Bezirksjugendring Unterfranken, Christian Gündling. Konkret fordern die Gewerkschaften eine Entgelterhöhung von 4,8%, mindestens aber 150 €, bei einer Tarifvertragslaufzeit von 12 Monaten. Beispielsweise würde so das Einstiegsgehalt einer/eines Erzieher*in in Vollzeit in einer Einrichtung wie der Kita an der Löwenbrücke in Würzburg nicht mehr wie bislang 2.829,77 € betragen, sondern um 150 € auf 2.979,77 € ansteigen (S8a, Stufe 1), so Gündling.

„Auch für all diejenigen in der Ausbildung, im Praktikum und im dualen Studium im öffentlichen Dienst fordert die GEW mehr Wertschätzung“, so Anton Salzbrunn, Landesvorsitzender der GEW Bayern. „Ihre Entgelte sollen um 100 € monatlich steigen“. Nur so könne der öffentliche Dienst für Arbeitnehmer*innen attraktiv bleiben und dem Fachkräftemangel Einhalt geboten werden, betont Bundes-GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Foto obben: Andrea Wieczorek