„Wir können gar nicht so schlecht arbeiten, wie wir bezahlt werden.“

Warnstreik in Aschaffenburg (Foto Björn Wortmann)

Mit solchen und ähnlichen Sprüchen brachten die Kolleginnen einer Aschaffenburger Förderschule ihren Frust und Ärger über die arrogante Arbeitgeberhaltung zum Ausdruck. Bereits früh um 7:30 Uhr hatten sie sich vor ihrer Schule getroffen. Bei der anschließenden Demonstration in die Innenstadt wurden Schulen auf dem Weg auf den Warnstreik aufmerksam gemacht. Für die Schüler*innen eine willkommene Abwechslung. Aber auch die Autofahrer*innen im morgendlichen Berufsverkehr wurden inmitten eines Kreisverkehrs mit den Forderungen konfrontiert.

Für den hinzugekommenen Aschaffenburger DGB-Vorsitzenden Björn Wortmann eine hervorragende Aktion. Danach wartete bereits der Bayerische Rundfunk für Filmaufnahmen und Interviews. Auch in der Fußgängerzone wurden die Passanten mit lauten Sprechchören der Kolleg*innen auf den Warnstreik aufmerksam gemacht (s. Video unten).
Nach einem Informations- und Beratungsfrühstück im Streiklokal ging es zur Kundgebung. Hier fanden sich weitere Kundgebungsteilnehmer ein, darunter auch verbeamtete Kolleg*innen. Anton Salzbrunn stellte hier in seiner Rede die gewerkschaftlichen Forderungen nochmals heraus und skandalisierte das Verhalten der Arbeitgeber. Andrea Grosch berichtete von der kaum zu bewältigenden Arbeitsbelastung der Kolleginnen an den Schulen. „Wenn es so weitergeht, wird das System Schule an die Wand gefahren“, so ihre deutliche Warnung an die Adresse der TdL und der politisch Verwantwortlichen.
Reinhard Frankl begleitete die Kundgebung mit Mut machenden Liedern (s. unten). „Insgesamt ein gelungener Warnstreiktag!“ resümierte zum Schluss eine Kollegin. Für alle war klar: wenn es keinen Abschluss gibt, dann streiken sie auch länger.

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GEW Aschaffenburg trauert

Eberhard Rauch

Nachdem wenige Wochen zuvor seine Frau Brigitte für uns alle sehr überraschend gestorben war, traf uns nun die Nachricht, dass am 23. Mai unser Kollege Eberhard Rauch von uns gegan­gen ist.

Beide waren gut 50 Jahre in der GEW.
Eberhard war engagierter Hauptschul­leh­rer, lange Jahre in Wald­aschaff, später an der Mittel­schu­le Hösbach, von wo er in Pension ging.
Er hat nahe­zu von Anfang an in den 70er Jah­ren tat­kräftig den Kreisverband Aschaffenburg mit auf­gebaut. Anfang der 2000er hat er auch für einige Jahre den Vorsitz im Kreisvorstand übernommen.

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GEW AB-MIL: Positionen zum Bildungsbereich in der Pandemie

Die Schulen werden gerade vom Mangelmanagement der Regierung in der so genannten Corona-Krise gebeutelt. Die GEW Aschaffenburg-Miltenberg stellt Lösungsansätze vor:
Monika Hartl 1. Vorsitzende der GEW Aschaffenburg-Miltenberg:
Grundsätzlich muss eine Diversität gelebt werden. Dies setzt voraus, dass die Schulgemeinschaft bestehend aus Schulleitung, Lehrpersonal, Hort, Mittagsbetreuung, Eltern und Schüler sich gemeinsam, in Absprache mit dem Sachaufwandsträger, auf einen Plan einigen
Ein besonderes Augenmerk muss auch dem Schulweg gewidmet sein. Überfüllte Busse dürfen nicht sein! Dieser Plan soll mindestens bis Ostern gelten, gegebenenfalls jedoch auch bis zu den Pfingstferien. 
In den Ferien soll möglichst von allen Jugendämtern, Jugendpflegern, Jugendeinrichtungen usw. ein freizeitpädagogisches Programm angeboten werden. 
Alle ErzieherInnen und Lehrkräfte sind in der Priorisierung zur Impfung direkt nach dem medizinischen Personal und den Risikogruppen zu berücksichtigen! 

Hier und als pdf-Dokument zum Herunterladen Hintergrundinformationen zu allen Bildungsbereichen:

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GEW Aschaffenburg beim branchenübergreifendem Streik im Kampf um TVÖD

Dem Aufruf der Bildungsgewerkschaft GEW sind am heutigen Montag mehrere Hundert Kolleg*innen gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt.

Die Bildungsgewerkschaft GEW in Bayern hat in mehreren Städten ihre Mitglieder zum Warnstreik und verschiedenen Aktionen aufgerufen. Diesem Aufruf folgten trotz der verschärften Pandemiebedingungen viele Beschäftigte. In Aschaffenburg waren es in erster Linie die Beschäftigten im JUKUZ. Sie machten zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Branchen deutlich, dass sie das Angebot der Arbeitgeberseite ablehnen.

Die Streikenden trafen sich ab 10:00 Uhr am Volksfestplatz zogen über Darmstädter Straße, Löherstraße, Luitpoldstraße zurFriedrichstraße, um vor der Sparkasse, die den Beschäftigten Zulagen kürzen will, laut zu werden. Am Theaterplatz fand schließlich die Schluss-Kundgebung statt.

„Wer einerseits die Beschäftigten lobe und sich für ihren Einsatz im Rahmen der Pandemie bedanke, müsste auch in den Tarifverhandlungen dazu stehen“, erklärt der Geschäftsführer Gerald Burkard von ver.di Würzburg-Aschaffenburg. „Den Beschäftigten ist bis jetzt nicht das Gefühl vermittelt worden, dass die Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden ernsthaft an Lösungen interessiert waren. Ihnen drängt sich vielmehr das Gefühl auf, sie sollen jetzt für die Folgekosten der Regierungsmaßnahmen aufkommen.“ , so Monika Hartl, Vorsitzende der GEW Aschaffenburg-Miltenberg.

Die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst (ÖD), die sich im sechsfach-Demozug aus verschiedensten Branchen per Abordnungen vereinigten, forderten auf dem Theatherplatz unverändert vom Bund und den Kommunen (VKA): Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich. Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich. Laufzeit zwölf Monate. Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden in den bislang nicht tariflich geregelten praxisintegrierten dualen Studiengängen.

Kundgebung uf dem Theaterplatz

8. März Frauentag: GEW AB-MIL lädt zur Matinee ein

Unter dem Titel „Frauen machen Care-Arbeit – Männer machen Karriere?“ lädt das Aschaffenburger Frauenhearing, in dem Die GEW vertreten ist, für den 8. März, 11.00 Uhr zur Sontags-Matinee ein , Eintritt frei. Im Saal der Volkshochschule Aschaffenburg (Luitpoltstraße 2) wird es einen Vortrag zum Thema von Dr. Birgit Happel geben, danach darf diskutiert werden.

Frauen sind besser ausgebildet denn je. Gleichzeitig übernehmen sie einen großen Teil der unbezahlten Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit. Als Berufstätige sind sie überdurchschnittlich oft in Teilzeit beschäftigt oder suchen nach einer unterbrochenen Erwerbsbiografie einen adäquaten beruflichen Anschluss. Von wirtschaftlicher Unabhängigkeit können viele nur träumen.

Die Veranstalterinnen wollen auf ihrer Matinee über den Status Quo, die Rollenverteilung und das Geld der Frauen diskutieren. Männer und Frauen sind eingeladen miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Zukunftsvorsorge zu stärken.

Ein gelungenes GEW-Projekt in Aschaffenburg

Die GEW Aschaffenburg-Miltenberg hatte Anfang des Jahres beschlossen, sich an ein Lese-Projekt zu wagen. Im Projekt-Team schälten sich schließlich schnell folgende Eckdaten heraus: Man einigte sich auf den Projekt-Namen „LesARTen“. Es sollte an fünf Abenden in einer Woche durchgezogen und für jeden Abend ein Kooperations-Partner gefunden werden, der sich um Ort und/oder Abendprogramm sowie die Bewerbung kümmerte. Als Rahmenthema für die Abende wurde für dieses Jahr Heimat? – Heimat! gewählt. Anfang August stand das Programm und die Bewerbung auch über die Medien der Stadt konnte anlaufen.

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GEW Aschaffenburg startet Literaturprojekt

Anfang des Jahres hat der Kreisvorstand beschlossen, ein Literaturprojekt in Aschaffenburg zu starten. Die Vorbereitungen wurden von einem eigens gebildeten Team durchgeführt und nun steht das Ergebnis: Für den diesjährigen Start einer evtl. weiterzuführenden Reihe haben wir uns den thematischen Rahmen „Heimat? – Heinat!“ gewählt. Wie in der Formulierung zu erkennen, wissen wir wohl um die Umstrittenheit des Begriffes, wollen aber damit zeigen, dass wir ihn nicht den Rechten und „Tümlern“ überlassen wollen.

Als Kooperationspartner des Projekts konnten das Programmkino „Casino“, das Stiftsmuseum, das Märchentheater, das Museum jüdischer Geschichte und Kultur am Wolfsthalplatz sowie die Betriebsseelsorge zusammen mit Attac gewonnen werden.

Hiermit laden wir zu dieser Veranstaltungsreihe ein. Die Literaturwoche wird am Montag den 14. Oktober um 19.00 Uhr im „Casino“ eröffnet mit der Neuverfilmung des Weltbestsellers „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz. Regie: Christian Schwochow, (Länge: 125 Min.) Eintritt 8,50 Euro, GEW-Mitglieder frei. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen ist hier herunterzuladen.

Frauentag 2019: Brot und Rosen!

Frauen brauchen bessere Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung und ein selbstbestimmtes Leben. Dazu gehören unter anderem gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, faire Steuersysteme ohne Nachteile für Frauen und bessere Angebote für die Balance zwischen Beruf und Familie, unabhängig davon ob Menschen verheiratetet, in Partnerschaft oder alleinerziehend sind.
Darüber wollen wir am Frauentag vor der City-Galerie in Aschaffenburg reden!

Termin: 08.03.2019, 12:00
Ort: City Galerie, 63741 Aschaffenburg
Veranstalter: DGB KV Aschaffenburg-Miltenberg

http://gew-unterfranken.de/wp-content/uploads/2019/03/190308_Flyer-VHS-AB.pdf