Schlagwort-Archiv AB-MIL

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9.11.1938 – 9.11.2018: Der Schoß ist fruchtbar noch …

zum 80-jährigen Gedenken an die Reichs­pogromnacht laden ein
die Friedenstrommler sowie Attac Aschaffenburg und das Bündnis gegen Rechts – in beiden ist die GEW Aschaffenburg-Miltenberg Mitglied.

Treffpunkt und Auftakt:

Freitag, 9. November 2018, 18:30 Uhr, Aschaffenburg, „hinter der Sandkirche“

  • Anschließend Gedenkweg entlang von Stolpersteinen
  • Abschluss am Wolfsthalplatz

Wir laden ein vor dem Hintergrund, …

  • dass neuerdings im Bundestag und in den Land­tagen eine Partei sitzt, in deren Reihen nicht nur Nazi-Rhetorik gefeiert, sondern auch mit rechts­radi­kalen Organisationen zusammenarbeitet wird;
  • dass die Bezeichnung eines Holocaust-Mahnmals als Schandmal erheblichen Beifall findet;
  • dass erneut simple Sündenbocktheorien Konjunk­tur haben – und zwar in etlichen Ländern Europas;
  • dass auf politischen Bühnen und massenhaft in den Straßen wieder Nationalismus und Rassis­mus um sich greifen und Menschen gejagt werden;
  • dass …Flyer herunterladenPlakat herunterladen
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Schulsozialarbeit in Bayern – immer noch ein Stiefkind?!

Vortrag und Diskussion am Mittwoch, 17.10.2018 um 18.00 Uhr in Aschaffenburg, Martinushaus, Treibgasse 26.

Die Stadt Aschaffenburg, die Regierung von Unterfranken, Sozialverbände, die Landesregierung verfolgen mit teilweise unterschiedlicher Intensität das Ziel, generell ein Mehr an Sozialer Arbeit in allen Schulen einzuführen.
Was beinhaltet der Begriff Schulsozialarbeit?
Wasist dann JaS?
Wie sieht die Praxis bei uns aus?
Werden die nötigen Mittel dazu bereitgestellt?

Kollege Dr. Herbert Bassarak, ehemals Professor für Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg,  u.a. Gründungsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit Bayern e.V. und deren Vorsitzender, hat 2018 das „Lexikon der Schulsozialarbeit“ herausgegeben. Er wir die Praxis der Schulsozialarbeit in Bayern umreißen bzw. zu den oben gestellten Fragen kritsch Stellung nehmen.

Einladung_Bassarak

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GEW zu Positionen der AfD und ihren Einschüchterungsversuchen gegen Lehrkräfte

Anlässlich verschiedener Wahlkampf-Auftritte in der Region nimmt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Aschaffenburg-Miltenberg zur „Alternative für Deutschland“ (AfD) und ihrer Bildungspolitik wie folgt Stellung: Nach Auffassung der GEW sind die Positionen der AfD mit den Interessen, Werten und Zielen der Bildungsgewerkschaft unvereinbar. Die AfD stellt sich z. B. grundsätzlich gegen die Ausweitung von Ganztagesangeboten und die Umsetzung der völkerrechtlich bindend zugesagten Inklusion. Sie lehnt eine weiterreichende Integration behinderter Kinder an Regelschulen kategorisch ab. Diese „ideologisch motivierte Inklusion um jeden Preis“ verursache „erhebliche Kosten“ und behindere Schüler in „ihrem Lernerfolg“. Stattdessen will die AfD die Förder- und Sonderschulen erhalten – die Forderung, behinderten Kindern die Teilhabe am Bildungssystem zu garantieren, sei „bereits umfassend und erfolgreich erfüllt“, heißt es im Programm.
Eine weitere AfD-Forderung lautet, „alle vollständig ausgebildeten Lehrer“ im regulären Schulbetrieb einzusetzen, „statt in Vorbereitungsklassen für Migranten“. Dies verstößt nach Ansicht der GEW gegen das Grundgesetz. Schließlich darf danach niemand wegen seiner Herkunft oder Sprache bevorzugt oder benachteiligt werden.
Am kommenden Donnerstag, 4.10.2018, soll nun unter anderem Dr. Götz Frömming (MdB) Berlin, in der Aschaffenburger Stadthalle auf einer Wahlkampfveranstaltung der AfD zum Thema „Anschlag auf die Bildung!“ reden. Der Berliner Geschichtslehrer Frömming gibt sich zwar gebildeter, kultivierter als die Höckes und Poggenburgs, hat aber für jede Entgleisung seiner Parteikolleg*innen eine Entschuldigung. Wenn eine Beatrix von Storch nicht ausschließt, dass man an der Grenze auch auf Kinder und Frauen schießen solle, sei sie „falsch verstanden“ worden.
Wenn ein Björn Höcke in Goebbels-Manier vom 1000-jährigen deutschen Reich schwadroniert, habe er „sich halt in Rage geredet“.
„Angesichts der offensichtlich demokratiefeindlichen Positionen und Aktionen der AfD stellt sich die Frage, wer hier tatsächlich einen Anschlag auf die öffentliche Bildung beabsichtigt“, kontert Monika Hartl, Vorsitzende des hiesigen GEW-Kreisverbandes.
Die Debatte um das bestehende Kooperationsverbot nannte Frömming in der Haushaltsdebatte am 25. September d.J. eine „Phantomdebatte“.
GEW-Vorsitzende Marlis Tepe hingegen hatte erst letzte Woche bei einem Besuch von Bildungseinrichtungen in München und Nürnberg einen Schulterschluss für gute Bildung, einen Solidarpakt zwischen Bund, Ländern und Kommunen als zentralen Lösungsansatz zur Verbesserung der personellen und technischen Ausstattung an vielen Kitas und Schulen in Bayern hervorgehoben.
An einigen Passagen des AfD-Wahlprogramms hat Frömming selbst mitgeschrieben. Unter anderem an einer, die im Höcke-Jargon eine „Verengung, der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus“ feststellt. Diese müsse zugunsten einer Geschichtsbetrachtung aufgebrochen werden, die auch „positiv identitätsstiftende Aspekte“ umfasse. Frömmig findet, dass im Geschichtsunterricht ein zu großer Fokus auf der NS-Zeit liege. Die GEW ist dagegen der Auffassung, dass eine umfängliche Behandlung der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust angesichts sechs Millionen ermordeter Juden und einem Krieg, der große Teile der Welt überzog, mehr als gerechtfertigt ist. Alles andere wäre Geschichtsfälschung. „Das müsste einem Geschichtslehrer allerdings bewusst sein“, sagt GEW-Kreisvorsitzende Monika Hartl.
Warum sich die GEW gerade vor den bayerischen Landtagswahlen auf die AfD fokussiert, begründet sie u. a. mit der Notwendigkeit, über die autoritäre, demokratie-, behinderten- sowie fremdenfeindliche Einstellung der Partei zu Bildung und Unterricht zu informieren.
Insbesondere kritisiert die GEW, dass die Partei mittlerweile gegen ihr unliebsame Lehrkräfte mit Dienstaufsichtsbeschwerden vorgeht. Sollte die AfD in den bayerischen Landtag einziehen, rechnet die Gewerkschaft mit weiteren öffentlichen Angriffen auf Lehrerkollegien. In anderen Bundesländern hat sie das schon mehrfach getan. Die Einrichtung von Online-Plattformen, um angebliches Fehlverhalten von Lehrkräften zu denunzieren, dient der Partei u. a. dazu, Lehrerinnen und Lehrer einzuschüchtern, die eine kritische Auseinandersetzung im Unterricht mit den politischen Parteien, auch mit der AfD, für wichtig erachten. Eine Partei, die faschistoide Tendenzen in ihren Reihen dulde, sich vom extrem rechten „Institut für Staatspolitik“ eines Herren Kubitschek politisch beraten lasse, so die klare Aussage der GEW, kann in keiner Hinsicht eine Alternative für Deutschland, auch nicht für Bayern sein.

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GEW Aschaffenburg-Miltenberg: Gemeinsam gegen rechts!

Lied- und Redebeitrag des Koll. R. Frankl auf dem „Fest der Vielfalt“ anlässlich des Auftritts von Bernd Höcke in Elsenfeld

Liebe „Festgemeinde“
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gewerkschaften haben ihre Lehren aus der Geschichte gezogen. Auch die NSDAP wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1929 als so genannte ganz normale Partei demokratisch gewählt. Bei vielen ArbeiterInnen verfingen ihre Parolen gegen Plutokratie und Bonzen. Bis ihnen 1933 die Macht übergeben wurde. Und auch dann, so viel Selbstkritik muss sein, haben unsere Funktionäre noch geglaubt, man müsse mit den Nazis zusammen den Tag der Arbeit feiern.
Am 2. Mai 1933 aber wurden ihnen gewaltsam die Augen geöffnet.
Es folgten nicht nur :
• Zwangsüberführung in die nationalsozialistische Arbeitsfront und die
• Internierung und Ermordung besonders aktiver Funktionäre
sondern auch
• Lohnsenkungen und Abschaffung der Tarife
• Ausweitung der Arbeitszeiten
• Betriebsgemeinschaft statt Betriebsverfassungsgesetz
Dem Privatkapital wurde ein Ausbeutungsparadies geschaffen.
So sah und sieht der angebliche Antikapitalismus von Faschisten aus, wenn sie an der Macht sind. Von Rassismus, Krieg und Völkermord habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen..
NEIN! Eine Partei, die sich immer wieder auf Parolen solcher Vorväter beruft, mit ihnen spielt, ist keine „ganz normale Partei“.
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wie die GEW, für die ich hier spreche, stemmen sich dagegen, eine solche Partei wieder salonfähig zu machen.
Unser Aufruf heißt: Gemeinsam gegen die AfD!
Die AfD hat nicht nur keinerlei Lösungen für unsere Probleme, sie ist brandgefährlich.
Ich habe mich über einen facebook-Post der IG-Metall-Jugend sehr gefreut: „Die Mutter aller Probleme ist der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.“ Das ist für uns die passende Antwort auf Biedermänner und Brandstifter. Ihr wisst genau wen ich meine. Die wollen uns weis machen, unser Hauptproblem seien Geflüchtete. Solche Parolen sind nichts als Brennstoff für faschistoide Brandbeschleuniger wie Bernd Höcke.
Deshalb jetzt ein Lied, das ich von einer Volksmusikgruppe, den Neurosenheimern, gelernt habe. Da ich kein Oberbayrisch kann, hab ich es in unsere Mundart „übersetzt“:

An de Grenze stehnse Schlange un die Dornhalle san voll
un kaaner von uns waaß recht wimmer do mit umgehn soll
Macht Platz in eure Köpp un denkt euch in die Mensche noi,
weil z’ammhalte und z’ammwachse werd unumgänglich soi
Mir ham doch Platz do,
ihr habt noch Platz do.
Komm her un‘ rück e Stück – bloß
uff goar kaan Fall nach rechts!
He mach doch Platz do
mir ham noch Platz do
Un glaab mer, bloß weil äbbes fremm‘ is
is des doch ni schlecht
//:da da da deida, da da da deida …
Platz, Platz, macht doch einfach Platz!://
Sie zeiche im Advent de Welt, wie christlich dasse san
un‘ jährlich guckt mer mit de Kinn‘ die Herbergsuche an.
Un‘ wenn statt Josef un Maria de Ahmed drauße kloppt
dann sachese wie seller Wert: is alles voll – Halt! Stopp!
Doch mir ham Platz do,
ihr habt doch Platz do

Fragt dochemol die Alte, wer die uffgenumme hot.
Vor 70 Johr: wie sanse do gestanne in de Not
un nit lang her warn unser Leit vertriewe in de Welt
doch wenn’s aam gut geht dann vergisst mer schnell was werklich zählt.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham doch Platz do

Wenn aaner alles lieche lässt, entflieht nur kapp em Dood,
sich uffmacht uff’m Viehtransport un‘ üwwers Meer im Boot
wenn der sich mit zwohunnerd in die Dornhall‘ zwängt, sei still,
dann nit weil er schmarotze, doch nur weil er läwe will.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham noch Platz do

weitere Infos:

https://www.main-echo.de/mediathek/videos/sts6763,10178

 

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Einladung: Sommerfest der GEW AB-MIL

Die GEW AB-MIL lädt ihre Mitglieder zum jährlichen Sommerfest ein.

Ort: kunstLANDing, Landingstraße 16

Wir beginnen am 18 Juli um 17:00Uhr mit einer Führung durch die Ausstellung „Speicher“, anschließend feiern wir im begrünten Innenhof. Getränke sind an der Vereinstheke erhältlich, belegte Brötchen stehen bereit. Größeren Hunger kann die im Umkreis liegende Gastronomie „über die Straße“ bedienen.

Wir freuen uns auf eure sommerliche Laune, die ihr mitbringt.

 

 

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GEW: Gewaltspirale stoppen – Abrüsten statt aufrüsten! Entspannungspolitik jetzt!

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützte auch den diesjährigen  Aschaffenburger Ostermarsch. Reinhard Frankl eröffnete die Auftaktkundgebung mit dem Refrain des Ostermarschlieds: „Marschieren wir gegen Osten? – NEIN! Marschieren wir gegen den Westen? – NEIN!“ Unter Anspielung auf die derzeitige diplomatische Ost-West-Konfrontation und die NATO-Manöver an der Grenze zu Russland wies er darauf hin, dass diese Zeilen in den letzten 30 Jahren der nunmehr 60-jährigen Ostermarschtradition nie eine schärfere Bedeutung gehabt hätten als heuer.

An die 200 Menschen waren dem Aufruf von Attac, der Betriebsseelsorge und den Friedenstrommlern gefolgt, das waren doppelt so viele als im Vorjahr.

Neben kurzen Redebeiträgen der Veranstalterorganisationen, der GRÜNEN und des türkischen Volkshauses HALKEVI sprach Christine Buchholz, MdB (DIE LINKE) als Hauptrednerin auf der Abschlusskundgebung. Unter der Überschrift „Grenzen für Flüchtlinge öffnen und für Waffen schließen“ und mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei unter Erdogan gab sie Kanzlern Merkel in der aktuellen und ihren vorherigen Regierungen Mitschuld an den Verbrechen, die gegen Kurdinnen und Kurden verübt werden. Sie kritisierte auch die geheimdienstliche Zusammenarbeit der BRD mit der Assad-Regierung. „Seit 2014 haben die USA und ihre Verbündeten über 105.000 Bomben und Raketen auf Ziele in Syrien und Irak abgefeuert. Die deutsche Luftwaffe unterstützt dies. Sie liefert Zielbilder für Angriffe. Außerdem betankt sie Bomber in der Luft. Unzählige Zivilisten fielen diesen Bombardements zum Opfer„, rief sie der Öffentlichkeit ins Gedächtnis. Ihre Schlussfolgerung: „Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseinsätzen zurückgezogen werden“ Damit erntete sie sehr großen Applaus bei den ZuhörerInnen.

Weitere Infos, Bilder und die Dokumentation von Redebeiträgen auf www.attac-aschaffenburg.de


Kennen sich von etlichen Attac- und Friedensratschlägen: Christine Buchholz und Reinhad Frankl auf dem Ostermarsch 2018 in Aschaffenburg
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„Unfein und gefährlich“ 100 Jahre Frauenwahlrecht und Gleichstellung heute

Liebe Frauen,

auch in diesem Jahr lädt das Frauenhearing zu einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages ein:

„Unfein und gefährlich“
100 Jahre Frauenwahlrecht
und Gleichstellung heute

am 13. März 2018
um 18.30 Uhr
Martinushaus, Aschaffenburg

weitere Infos

 

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Monika Hartl neue GEW-Vorsitzende im Kreis Aschaffenburg-Miltenberg

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Aschaffenburg-Miltenberg hat einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzende ist nun Monika Hartl. Stellvertreter Thorsten Grimm und die weiteren Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands Peter Adler und Phillip Przynitza waren auch im bisherigen Vorstand.

Hartl, die vorher etliche Jahre Erfahrungen in Vorstandsgremien auf Landes- und Bezirksebene der GEW gesammelt hatte, sowie die gewerkschaftliche Bildungsarbeit in Bayern betreut hat, sieht ihrer Aufgabe mit viel Freude und Zuversicht entgegen: „Unsere Gewerkschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft. Veränderungen im Bildungssystem und der Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten in diesem Bereich sind für mich von elementarer Bedeutung. Wie wichtig die Arbeit in unseren Fachgruppen, sowie die Zusammenarbeit mit allen Gewerkschaften im Gewerkschaftsbund (DGB) ist, sehen wir nicht nur in Tarifverhandlungen, sondern auch in der Auseinandersetzung um Arbeitsbedingungen, auch gerade im außerschulischen Bereich.“

Die derzeit stattfindenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst (TVöD) erzwingen einen schnellen Einstieg in die Arbeit. „Unser Vorstand ist erfahren und breit aufgestellt!“, so Hartl. Der wachsende innergewerkschaftliche Bereich der Sozialen Arbeit sei bestens im Vorstand abgedeckt, auch der schulische Bereich ist gut repräsentiert, Hartl selbst ist Studienrätin im Förderschuldienst.

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Filmabend: »LOSGELÖST VON ALLEN WURZELN … «

Im Rahmen des Aschaffenburger Gedenkens an die „Reichpogromnacht“ 1938 zeigen attac Aschaffenburg-Miltenberg und das Bündnis gegen Rechts (in beiden ist die GEW Aaschaffenburg-Miltenberg Mitglied) diese Filmdokumentation mit dem Untertitel

EINE WANDERUNG ZWISCHEN DEN JÜDISCHEN WELTEN, 120 MIN.

Mi., 8. November 2017, 18:00 Uhr
im „Stern“, Aschaffenburg, Platanenallee 1

Die Kulturzeitschrift Melodie und Rhythmus (M&R) widmete ihre Ausgabe 5/15 jüdischen Musiken. In diesem Rahmen initiierte die Redaktion eine besondere Begegnung: Esther Bejarano, deutsch-jüdische Musikerin und ehemaliges Mitglied des Mädchenorchesters von Auschwitz, und Moshe Zuckermann, Historiker und Kunsttheoretiker aus Tel Aviv, trafen sich zum ersten Mal.
Begleitet von ihrem gemeinsamen langjährigen Freund, dem Schauspieler und aktiven Antifaschisten Rolf Becker, sprachen sie im Oktober 2016 in Berlin und Hamburg über ihre jüdischen Erfahrungen mit der untergegangenen Welt der Diaspora und dem modernen zionistischen Staat.

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Gemeinsam einmischen: DGB Aschaffenburg-Miltenberg hat einen neuen Vorsitzenden

Kreisdelegiertenkonferenz wählt Björn Wortmann zum neuen Kreisvorsitzenden

Rudi Großmann verabschiedet: „Menschenfreund und Brückenbauer“

37 der 38 eingeladenen Delegierten sind der Einladung zur des DGB Kreisverbands Aschaffenburg-Miltenberg gefolgt. 37 der 38 eingeladenen Delegierten sind der Einladung zur des DGB Kreisverbands Aschaffenburg-Miltenberg gefolgt. Foto: DGB Unterfranken

Aschaffenburg. „Demokratie heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen“. Dieses Zitat stammt von Max Frisch und beschreibt die zurückliegende und die künftige Arbeit des DGB in der Region bayerischer Untermain sehr gut. Der scheidende Vorsitzende Rudi Großmann blickte auf die DGB Arbeit der vergangenen vier Jahre zufrieden zurück. Der neu gewählte Kreisverbandsvorsitzende Björn Wortmann machte bei seiner Bewerbungsrede deutlich, dass er sich gewerkschafts- und branchenübergreifend für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region einmischen will.

Kreisdelegiertenkonferenz wählt Björn Wortmann zum neuen Kreisverbandsvorsitzenden
Rudi Großmann als Menschenfreund und Brückenbauer verabschiedet

Die Delegiertenkonferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium des DGB auf regionaler Ebene und tagt mindestens alle vier Jahre. Sie stellt die Weichen für die Gewerkschaftspolitik für die rund 24.000 Mitglieder in der Region bayerischer Untermain. Sie berät über Anträge und wählt einen neuen Vorsitzenden. 37 der 38 eingeladenen Delegierten sind der Einladung des DGB Kreisverbands Aschaffenburg-Miltenberg gefolgt. In den letzten vier Jahren wurde sich in der Region eingemischt, zahlreiche Veranstaltungen, Aktionstage, Demonstrationen und Kundgebungen organisiert. Der scheidende DGB Kreisverbandsvorsitzende war sichtlich zufrieden mit der Arbeit des DGB in den letzten Jahren. Der DGB hat in der Region wieder Stimme und Gesicht. Als politischer Arm der acht DGB Mitgliedsgewerkschaften wird er als Akteur wahrgenommen.

Rudi Großmann konnte beim Geschäftsbericht eine positive Bilanz der Arbeit der letzten vier Jahre ziehen und auf die zahlreichen Aktivitäten der letzten Jahre hinweisen. Da er 2017 aus dem Erwerbsleben ausgeschieden ist, hat er nicht erneut als Vorsitzender des DGB Kreisverbands kandiert. Der unterfränkische Regionsgeschäftsführer Frank Firsching würdigte Rudi Großmann als Menschenfreund und Brückenbauer, der in unterschiedlichen Funktionen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten hat. Ob als Betriebsratsvorsitzender, als ehrenamtlicher zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg oder als Vertreter der KAB und ACA setzte er sich für die Menschen in der Region und auch darüber hinaus ein.

Mitglieder des neuen DGB Kreisvorstands Aschaffenburg-Miltenberg: IG BAU Herbert Kaup stellv. Claudia Bickert IG BCE Manfred Höfler stellv. Jochen Langenfeld EVG Hans-Hermann Luthardt stellv. Bernd Kuhn GdP Friedrich Ackermann stellv. Karsten HEINZ GEW Reinhard Frankl stellv. Philipp Przynitza IG Metall Norbert Elbert stellv. Percy Scheidler ver.di Rosemarie Westphal stellv. Johannes Englert Jugend Manuela LüftMitglieder des neuen DGB Kreisvorstands Aschaffenburg-Miltenberg:
IG BAU Herbert Kaup stellv. Claudia Bickert
IG BCE Manfred Höfler stellv. Jochen Langenfeld
EVG Hans-Hermann Luthardt stellv. Bernd Kuhn
GdP Friedrich Ackermann stellv. Karsten HEINZ
GEW Reinhard Frankl stellv. Philipp Przynitza
IG Metall Norbert Elbert stellv. Percy Scheidler
ver.di Rosemarie Westphal stellv. Johannes Englert
Jugend Manuela Lüft
Foto: DGB Unterfranken

Firsching ging in seiner Rede auf die Ergebnisse der Bundestagswahl ein und bewertete aus gewerkschaftlicher Sicht die mögliche Jamaika Koalition aus Union, FDP und den Grünen. Es wird seiner Meinung eine Gradwanderung sein zwischen den notwendig werdenden Abwehrkämpfen und dem Dialog mit der Regierung über eine arbeitnehmerfreundliche und soziale Politik.

Diesen Ball nahm Wortmann in seiner Bewerbungsrede gerne auf und betonte, dass die Menschen, die in der Region zur Schule gehen, wohnen, arbeiten und leben in den Fokus gerückt werden müssen. „Für diese Menschen setzen wir uns ein und machen deutlich, für was Gewerkschaften stehen – nämlich Solidarität, Gerechtigkeit und Mitbestimmung. Dabei dürfen wir niemanden zurücklassen und gemeinsam für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen streiten“, sagte Wortmann.

Wortmann appellierte am Ende seine Rede an die Delegierten: „Lasst uns gemeinsam uns einmischen - branchen- und gewerkschaftsübergreifend im Sinne der Einheits-gewerkschaft – Lasst uns für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region streiten!“Wortmann appellierte am Ende seine Rede an die Delegierten:
„Lasst uns gemeinsam uns einmischen – branchen- und gewerkschaftsübergreifend im Sinne der Einheits-gewerkschaft – Lasst uns für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region streiten!“
Foto: DGB Unterfranken

Die Herausforderungen für die Region werden deutlich, schaut man sich die Statistiken der Agentur für Arbeit genau an:

Über 4000 Frauen haben in der Region von der Einführung des Mindestlohns am 1.Januar 2015 profitiert.

Über 5000 Menschen verdienen in der Region so wenig, dass sie mit Hartz 4 aufstocken müssen.

Über 1500 Kinder und 600 Alleinerziehende leben allein in Stadt Aschaffenburg in Armut.

Für einen Jugendlichen, der in der Region eine Ausbildung beginnen möchte, stehen nur 0,8 Stellen zur Verfügung. Daher fehlen in der Region bayerischer Untermain über 750 Ausbildungsplätze. Wortmann  rief den Delegierten zu: „Wer vom Fachkräftemangel spricht und ihn zugleich beklagt, für den kann es nur eine Lösung geben: Ausbilden! Wer Fachkräfte morgen braucht, muss sie heute ausbilden!“

Über 40% aller Beschäftigungsverhältnisse sind atypisch – befristet, Minijob, Teilzeit– oder Leiharbeit, was unterbrochene Erwerbsbiografien zur Folge hat und entsprechende Konsequenzen für die Rentenhöhe in Spe. Altersarmut ist schon heute ein Problem, das sich in Zukunft verschärfen wird, wird nicht gehandelt. Eine Frau am bayerischen Untermain geht heute im Durchschnitt mit rund 600€ in Rente, ein Mann mit rund 1100€.Wortmann appellierte am Ende seine Rede an die Delegierten:

„Lasst uns gemeinsam uns einmischen – branchen- und gewerkschaftsübergreifend im Sinne der Einheitsgewerkschaft – Lasst uns für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region streiten!“

34 von 36 gültigen Stimmen bekam Wortmann bei der geheimen Wahl. Er nahm die Wahl dankend an.

Einstimmig wurde zudem der Antrag des DGB Kreisvorstands angenommen, ein Verbot der neonazistischen Kleinstpartei „III.Weg“ als Nachfolgeorganisation des verbotenen Netzwerkes Freies Netz Süd.  Zur Begründung hieß es demnach: Eine Partei, deren strategischer Hintergrund die Zerschlagung einer Gesellschaft ist, die sich zu den unveräußerlichen Menschenrechten und der Demokratie bekennt, hat kein Recht darauf, demokratische Befugnisse wie Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit oder die Teilnahme an demokratischen Wahlen in Anspruch zu nehmen.

Mitglieder des neuen DGB Kreisvorstands Aschaffenburg-Miltenberg:

IG BAU            Herbert Kaup                             stellv. Claudia Bickert

IG BCE             Manfred Höfler                          stellv. Jochen Langenfeld

EVG                 Hans-Hermann Luthardt          stellv. Bernd Kuhn

GdP                 Friedrich Ackermann                 stellv. Karsten HEINZ

GEW                Reinhard Frankl                         stellv. Philipp Przynitza

IG Metall        Norbert Elbert                            stellv. Percy Scheidler

ver.di              Rosemarie Westphal                  stellv. Johannes Englert

Jugend            Manuela Lüft