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9.11.1938 – 9.11.2018: Der Schoß ist fruchtbar noch …

zum 80-jährigen Gedenken an die Reichs­pogromnacht laden ein
die Friedenstrommler sowie Attac Aschaffenburg und das Bündnis gegen Rechts – in beiden ist die GEW Aschaffenburg-Miltenberg Mitglied.

Treffpunkt und Auftakt:

Freitag, 9. November 2018, 18:30 Uhr, Aschaffenburg, „hinter der Sandkirche“

  • Anschließend Gedenkweg entlang von Stolpersteinen
  • Abschluss am Wolfsthalplatz

Wir laden ein vor dem Hintergrund, …

  • dass neuerdings im Bundestag und in den Land­tagen eine Partei sitzt, in deren Reihen nicht nur Nazi-Rhetorik gefeiert, sondern auch mit rechts­radi­kalen Organisationen zusammenarbeitet wird;
  • dass die Bezeichnung eines Holocaust-Mahnmals als Schandmal erheblichen Beifall findet;
  • dass erneut simple Sündenbocktheorien Konjunk­tur haben – und zwar in etlichen Ländern Europas;
  • dass auf politischen Bühnen und massenhaft in den Straßen wieder Nationalismus und Rassis­mus um sich greifen und Menschen gejagt werden;
  • dass …Flyer herunterladenPlakat herunterladen
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Schulsozialarbeit in Bayern – immer noch ein Stiefkind?!

Vortrag und Diskussion am Mittwoch, 17.10.2018 um 18.00 Uhr in Aschaffenburg, Martinushaus, Treibgasse 26.

Die Stadt Aschaffenburg, die Regierung von Unterfranken, Sozialverbände, die Landesregierung verfolgen mit teilweise unterschiedlicher Intensität das Ziel, generell ein Mehr an Sozialer Arbeit in allen Schulen einzuführen.
Was beinhaltet der Begriff Schulsozialarbeit?
Wasist dann JaS?
Wie sieht die Praxis bei uns aus?
Werden die nötigen Mittel dazu bereitgestellt?

Kollege Dr. Herbert Bassarak, ehemals Professor für Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg,  u.a. Gründungsmitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit Bayern e.V. und deren Vorsitzender, hat 2018 das „Lexikon der Schulsozialarbeit“ herausgegeben. Er wir die Praxis der Schulsozialarbeit in Bayern umreißen bzw. zu den oben gestellten Fragen kritsch Stellung nehmen.

Einladung_Bassarak

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GEW unterstützt Schweinfurter Erklärung und Aufruf …

… zur Kundgebung am Samstag, 13. Oktober, um 13.00 Uhr
Schweinfurt,  Zeughausplatz. In der Erklärung heißt es: „Am 14. Oktober ist Landtags- und Bezirkstagswahl. In unserer Erklärung, die wir einstimmig beschlossen haben, machen wir deutlich:
Wir stehen ein für eine demokratische Gesellschaft der Würde, der Freiheit, der Vielfalt!
Parteien und Kandidaten/innen, die durch ihr Programm oder ihr Verhalten diesen Grundsätzen widersprechen, haben unsere Stimme nicht verdient! Unsere Haltung machen wir auch sichtbar!
Komm am Samstag, 13. Oktober um 13.00 Uhr
zum Zeughausplatz
Es sprechen:
Begrüßung: Frank Firsching
Statements: Oliver Bruckmann, Dekan
Jochen Keßler-Rosa, Vorstand Diakonie
Richard Lindner, BUND Naturschutz
Nico Lommatzsch, Kulturtafel
Patrizia Sormani, Pastoralreferentin Kath. Kirche
Martin Schmidl, DGB-Kreisvorsitzender
Info:
Die AfD plant ihre Abschlusskundgebung um 14.00 Uhr auf dem Georg-Wichtermann-Platz“

Flugblatt herunterladen

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GEW zu Positionen der AfD und ihren Einschüchterungsversuchen gegen Lehrkräfte

Anlässlich verschiedener Wahlkampf-Auftritte in der Region nimmt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Aschaffenburg-Miltenberg zur „Alternative für Deutschland“ (AfD) und ihrer Bildungspolitik wie folgt Stellung: Nach Auffassung der GEW sind die Positionen der AfD mit den Interessen, Werten und Zielen der Bildungsgewerkschaft unvereinbar. Die AfD stellt sich z. B. grundsätzlich gegen die Ausweitung von Ganztagesangeboten und die Umsetzung der völkerrechtlich bindend zugesagten Inklusion. Sie lehnt eine weiterreichende Integration behinderter Kinder an Regelschulen kategorisch ab. Diese „ideologisch motivierte Inklusion um jeden Preis“ verursache „erhebliche Kosten“ und behindere Schüler in „ihrem Lernerfolg“. Stattdessen will die AfD die Förder- und Sonderschulen erhalten – die Forderung, behinderten Kindern die Teilhabe am Bildungssystem zu garantieren, sei „bereits umfassend und erfolgreich erfüllt“, heißt es im Programm.
Eine weitere AfD-Forderung lautet, „alle vollständig ausgebildeten Lehrer“ im regulären Schulbetrieb einzusetzen, „statt in Vorbereitungsklassen für Migranten“. Dies verstößt nach Ansicht der GEW gegen das Grundgesetz. Schließlich darf danach niemand wegen seiner Herkunft oder Sprache bevorzugt oder benachteiligt werden.
Am kommenden Donnerstag, 4.10.2018, soll nun unter anderem Dr. Götz Frömming (MdB) Berlin, in der Aschaffenburger Stadthalle auf einer Wahlkampfveranstaltung der AfD zum Thema „Anschlag auf die Bildung!“ reden. Der Berliner Geschichtslehrer Frömming gibt sich zwar gebildeter, kultivierter als die Höckes und Poggenburgs, hat aber für jede Entgleisung seiner Parteikolleg*innen eine Entschuldigung. Wenn eine Beatrix von Storch nicht ausschließt, dass man an der Grenze auch auf Kinder und Frauen schießen solle, sei sie „falsch verstanden“ worden.
Wenn ein Björn Höcke in Goebbels-Manier vom 1000-jährigen deutschen Reich schwadroniert, habe er „sich halt in Rage geredet“.
„Angesichts der offensichtlich demokratiefeindlichen Positionen und Aktionen der AfD stellt sich die Frage, wer hier tatsächlich einen Anschlag auf die öffentliche Bildung beabsichtigt“, kontert Monika Hartl, Vorsitzende des hiesigen GEW-Kreisverbandes.
Die Debatte um das bestehende Kooperationsverbot nannte Frömming in der Haushaltsdebatte am 25. September d.J. eine „Phantomdebatte“.
GEW-Vorsitzende Marlis Tepe hingegen hatte erst letzte Woche bei einem Besuch von Bildungseinrichtungen in München und Nürnberg einen Schulterschluss für gute Bildung, einen Solidarpakt zwischen Bund, Ländern und Kommunen als zentralen Lösungsansatz zur Verbesserung der personellen und technischen Ausstattung an vielen Kitas und Schulen in Bayern hervorgehoben.
An einigen Passagen des AfD-Wahlprogramms hat Frömming selbst mitgeschrieben. Unter anderem an einer, die im Höcke-Jargon eine „Verengung, der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus“ feststellt. Diese müsse zugunsten einer Geschichtsbetrachtung aufgebrochen werden, die auch „positiv identitätsstiftende Aspekte“ umfasse. Frömmig findet, dass im Geschichtsunterricht ein zu großer Fokus auf der NS-Zeit liege. Die GEW ist dagegen der Auffassung, dass eine umfängliche Behandlung der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust angesichts sechs Millionen ermordeter Juden und einem Krieg, der große Teile der Welt überzog, mehr als gerechtfertigt ist. Alles andere wäre Geschichtsfälschung. „Das müsste einem Geschichtslehrer allerdings bewusst sein“, sagt GEW-Kreisvorsitzende Monika Hartl.
Warum sich die GEW gerade vor den bayerischen Landtagswahlen auf die AfD fokussiert, begründet sie u. a. mit der Notwendigkeit, über die autoritäre, demokratie-, behinderten- sowie fremdenfeindliche Einstellung der Partei zu Bildung und Unterricht zu informieren.
Insbesondere kritisiert die GEW, dass die Partei mittlerweile gegen ihr unliebsame Lehrkräfte mit Dienstaufsichtsbeschwerden vorgeht. Sollte die AfD in den bayerischen Landtag einziehen, rechnet die Gewerkschaft mit weiteren öffentlichen Angriffen auf Lehrerkollegien. In anderen Bundesländern hat sie das schon mehrfach getan. Die Einrichtung von Online-Plattformen, um angebliches Fehlverhalten von Lehrkräften zu denunzieren, dient der Partei u. a. dazu, Lehrerinnen und Lehrer einzuschüchtern, die eine kritische Auseinandersetzung im Unterricht mit den politischen Parteien, auch mit der AfD, für wichtig erachten. Eine Partei, die faschistoide Tendenzen in ihren Reihen dulde, sich vom extrem rechten „Institut für Staatspolitik“ eines Herren Kubitschek politisch beraten lasse, so die klare Aussage der GEW, kann in keiner Hinsicht eine Alternative für Deutschland, auch nicht für Bayern sein.

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GEW Aschaffenburg-Miltenberg: Gemeinsam gegen rechts!

Lied- und Redebeitrag des Koll. R. Frankl auf dem „Fest der Vielfalt“ anlässlich des Auftritts von Bernd Höcke in Elsenfeld

Liebe „Festgemeinde“
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gewerkschaften haben ihre Lehren aus der Geschichte gezogen. Auch die NSDAP wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1929 als so genannte ganz normale Partei demokratisch gewählt. Bei vielen ArbeiterInnen verfingen ihre Parolen gegen Plutokratie und Bonzen. Bis ihnen 1933 die Macht übergeben wurde. Und auch dann, so viel Selbstkritik muss sein, haben unsere Funktionäre noch geglaubt, man müsse mit den Nazis zusammen den Tag der Arbeit feiern.
Am 2. Mai 1933 aber wurden ihnen gewaltsam die Augen geöffnet.
Es folgten nicht nur :
• Zwangsüberführung in die nationalsozialistische Arbeitsfront und die
• Internierung und Ermordung besonders aktiver Funktionäre
sondern auch
• Lohnsenkungen und Abschaffung der Tarife
• Ausweitung der Arbeitszeiten
• Betriebsgemeinschaft statt Betriebsverfassungsgesetz
Dem Privatkapital wurde ein Ausbeutungsparadies geschaffen.
So sah und sieht der angebliche Antikapitalismus von Faschisten aus, wenn sie an der Macht sind. Von Rassismus, Krieg und Völkermord habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen..
NEIN! Eine Partei, die sich immer wieder auf Parolen solcher Vorväter beruft, mit ihnen spielt, ist keine „ganz normale Partei“.
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wie die GEW, für die ich hier spreche, stemmen sich dagegen, eine solche Partei wieder salonfähig zu machen.
Unser Aufruf heißt: Gemeinsam gegen die AfD!
Die AfD hat nicht nur keinerlei Lösungen für unsere Probleme, sie ist brandgefährlich.
Ich habe mich über einen facebook-Post der IG-Metall-Jugend sehr gefreut: „Die Mutter aller Probleme ist der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.“ Das ist für uns die passende Antwort auf Biedermänner und Brandstifter. Ihr wisst genau wen ich meine. Die wollen uns weis machen, unser Hauptproblem seien Geflüchtete. Solche Parolen sind nichts als Brennstoff für faschistoide Brandbeschleuniger wie Bernd Höcke.
Deshalb jetzt ein Lied, das ich von einer Volksmusikgruppe, den Neurosenheimern, gelernt habe. Da ich kein Oberbayrisch kann, hab ich es in unsere Mundart „übersetzt“:

An de Grenze stehnse Schlange un die Dornhalle san voll
un kaaner von uns waaß recht wimmer do mit umgehn soll
Macht Platz in eure Köpp un denkt euch in die Mensche noi,
weil z’ammhalte und z’ammwachse werd unumgänglich soi
Mir ham doch Platz do,
ihr habt noch Platz do.
Komm her un‘ rück e Stück – bloß
uff goar kaan Fall nach rechts!
He mach doch Platz do
mir ham noch Platz do
Un glaab mer, bloß weil äbbes fremm‘ is
is des doch ni schlecht
//:da da da deida, da da da deida …
Platz, Platz, macht doch einfach Platz!://
Sie zeiche im Advent de Welt, wie christlich dasse san
un‘ jährlich guckt mer mit de Kinn‘ die Herbergsuche an.
Un‘ wenn statt Josef un Maria de Ahmed drauße kloppt
dann sachese wie seller Wert: is alles voll – Halt! Stopp!
Doch mir ham Platz do,
ihr habt doch Platz do

Fragt dochemol die Alte, wer die uffgenumme hot.
Vor 70 Johr: wie sanse do gestanne in de Not
un nit lang her warn unser Leit vertriewe in de Welt
doch wenn’s aam gut geht dann vergisst mer schnell was werklich zählt.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham doch Platz do

Wenn aaner alles lieche lässt, entflieht nur kapp em Dood,
sich uffmacht uff’m Viehtransport un‘ üwwers Meer im Boot
wenn der sich mit zwohunnerd in die Dornhall‘ zwängt, sei still,
dann nit weil er schmarotze, doch nur weil er läwe will.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham noch Platz do

weitere Infos:

https://www.main-echo.de/mediathek/videos/sts6763,10178

 

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In jeder Schule fehlt eine Lehrkraft

GEW Unterfranken widerspricht Regierung von Unterfanken zum Schulanfang: Unterrichtsversorgung bedroht

Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht im Gegensatz zur Regierung von Unterfranken zum Schulanfang keine Erleichterung in der Lehrkräfteversorgung. „Der Druck auf Kolleginnen und Kollegen, Kinder und Jugendliche und Eltern bleibt bestehen, da keinen einzige Lehrkraft zusätzlich eingestellt wurde“, sagt der GEW-Bezirksverbandsvorsitzende Martin Heilig zum Schulanfang. „In jeder unterfränkischen Schule fehlt statistisch eine Lehrkraft.“ Das führe zu Belastungen der Kolleginnen und Kollegen, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern.

Grund- und Mittelschulen

Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen müssen mit 28 Unterrichtsstunden (29 für Fach- und Förderlehrkräfte) in der Woche ein Drittel mehr arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen in den weiterführenden Schulen und bekommen bis zu 500 € weniger. „Kleine Kinder, großes Gehalt: das gleiche Einstiegsgehalt für alle Lehrkräfte!“ fordert Heilig. ((https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-bayern-macht-fuer-ja13-mobil-1/))

Der Personalmangel führt zu massiven Problemen in Unterfranken: pädagogisch geteilte Klassen werden zusammengelegt, Förderlehrkräfte, die nocheinmal weniger verdienen als Mittelschullehrkräfte, übernehmen Unterrichtsverantwortung statt individuell zu fördern, Kolleginnen und Kollegen trauen sich nicht, krank zu sein, um die Kinder nicht durch Stundenausfall zu belasten, verschleppen und fallen schließlich länger oder ganz aus, die Mobile Reserve, die bei Krankheit oder Fortbildungen eigentlich einspringen soll, ist schon am Schuljahresanfang so fest verplant, dass sie ihre Springeraufgaben nicht mehr erfüllen können, Kolleginnen werden gebeten, im Krankenstand doch bitte Stunden vorzubereiten oder zu korrigieren.

Auch die Zweitqualifikation von schulartfremden Lehrkräften belastet alle Betroffenen: Die jungen Realschul- und Gymnasiallehrkräfte in Grund- und Mittelschulen müssten neben dem anstrengenden Unterricht sich weiterbilden, die Stammlehrkräfte sehen sich in der Pflicht, ihre unerfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, die Schülerinnen und Schüler haben keine Kontinuität: „Sie können einem eigentlich sehr guten Fahrzeug, das aber überladen ist, nicht noch mehr aufbürden, ohne dass es zusammenbricht,“ so Heilig.

„Schließlich gingen Eltern auf die Barrikaden, weil überlastete Lehrkräfte deren Erwartungen nicht entsprachen,“ weiß Heilig. Doch die Vorgesetzten unterstützen den Elternprotest, melden Stundenausfälle nicht und erhöhten den Druck auf ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Betroffenen fühlen sich hilflos. Das läge auch daran, dass Personalräte der Lehrervereine oft Schulleiter sind. „So bleibt nur die Rechtsberatung der GEW-Personalräte, um wirksame Hilfe zu leisten.“

Die GEW erwartet im Gegensatz zur Regierung von Unterfranken auch im Jahr 2018/2019 wieder massive Unterrichtsausfälle, verunsicherte Lehrkräfte, die sich nicht trauen, krank zu sein oder auf Fortbildung zu gehen, und Schülerinnen und Schüler, die ihre Ziele nicht erreichen: jeder Zehnte verlässt die Schule ohne Abschluss, nur ein Drittel erreicht den der Realschule gleichwertigen Mittleren Schulabschluss an der Mittelschule. „Wir brauchen wieder mehr Zukunft in den Grund- und Mittelschulen“, so Heilig.

Gymnasium und Realschulen

Es finden sich heuer gut ausgebildete 2300 Gymnasial- und 1800 Realschullehrkräfte auf der Straße wieder: die haben zwar die Hoffnung, wenigstens befristet angestellt zu werden oder mit einer Zusatzqualifikation in Grund- und Mittelschulen Arbeit zu finden. „Doch was für eine Ressourcenverschwendung“, sorgt sich Martin Heilig. „Wir brauchen ein gemeinsames Grundstudium für alle Lehrämter, damit endlich Flexibilität zwischen den Schularten und Professionalität zusammen gehen.“ Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird allgemein begrüßt. „Aber die Personalausstattung mit Klassenleitungsstunden und Sozialpädagoginnen und –pädagogen muss endlich umgesetzt werden,“ fordert Heilig.

Berufliche Schulen

Die hohe Qualität der dualen Ausbildung sieht die Bildungsgewerkschaft auch in Unterfranken bedroht. „Im Kampf um die Köpfe entscheiden die Arbeitsbedingungen und das Einkommen,“ weiß Heilig. Schon jetzt müssten Kurse zusammengelegt werden, Unterricht entfalle und Auszubildende erreichten ihre Ziele nicht: ein Viertel breche die Ausbildung ab.

Förderschulen

Die Schulart, die mit hoher Professionalität und Kollegialität die Schwächsten in der Gesellschaft auf eben diese vorbereitet, stehe ebenfalls unter Druck. „Wir brauchen schon wegen EU-Behindertenrechtskonvention mehr Sonderpädgogik in den Regelschulen,“ weiß der GEW-Bezirksvorsitzende. „Aber dieser Mobile Sonderpädagogische Dienst dürfe dann nicht an den Förderschulen fehlen, große Klassen verursachen und Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern belasten.“ ((https://www.behindertenrechtskonvention.info/inklusion-3693/))

Folgen

„Lehrkräfte in Unterfranken arbeiten am Limit“, fasst Heilig zusammen. Der bayerische Staat muss seine Hausaufgaben machen:

– gleiche Bezahlung der Lehrkräfte an allen Schularten

– vorausschauende Personalplanung

– gemeinsames Grund-Studium aller Lehrämter zur Ausbildung von Stufenlehrkräften

– Ende des Befristungsunwesens und der Kettenverträge

– längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler mit den entsprechenden Ressourcen ausstatten

Die GEW Unterfranken bietet betroffenen Kolleginnen und Kollegen Rechtschutz, Fortbildungen und Beratung bei beruflichen Problemen für alle Lehrkräfte und Beschäftigte in Bildungsberufen: www.gew-unterfranken.de

Quellen

Das Staatsministerium sucht händeringend nach Lehrkräften (Stichwort „Volleinstellung“), Seiten- oder Quereinsteiger ohne dreimonatige Mindesqualifikation „on the job“, Zusatzqualifikanten oder Reaktivierung von Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht einmal eine mittelfristige Lösung. In Würzburg wurden im Juli 2018 schon 500 Kinder mehr geboren als zwei Jahre zuvor. Die erreichen 2014 die Grundschulen:

https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/6106/neueinstellungen-ueber-4200-lehrerinnen-und-lehrer-zum-kommenden-schuljahr.html

Die GEW kritisiert die kurzsichtige Einstellungspolitik:

Bayern: https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bildungsgewerkschaft-gew-zum-schulbeginn-in-bayern/

https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-bayern-weist-angriffe-gegen-paedagogisches-fachpersonal-zurueck/

Bund:

https://www.ardmediathek.de/tv/Morgenmagazin/Lehrermangel-Gewerkschafter-schlagen-Al/Das-Erste/Video?bcastId=435054&documentId=55268050

https://www.youtube.com/watch?v=u44OmLRu4Kk .

https://www.rtl.de/cms/arbeitslos-in-die-sommerferien-fuer-tausende-lehrer-immer-noch-realitaet-4189060.html

Inzwischen ist der Lehrkräftemangel auch in der Satire angekommen:
https://www.ardmediathek.de/tv/extra-3/Lehrermangel-in-Deutschland/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=3709210&documentId=55137114

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Tagesseminare „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Betrieben und Dienststellen“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit laden wir euch herzlich zum Tagesseminar
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Betrieben und Dienststellen
– die aktuellen Fluchtbewegungen und die Herausforderung für die betriebliche Integration von Flüchtlingen

ein.
Seminartermine:
11. Juni 2018 in Aschaffenburg (DGB Aschaffenburg, Haselmühlweg 1, 63741 Aschaffenburg
Seminar-Nr.: 002-268
12. Juni 2018 in Schweinfurt (DGB Schweinfurt, Am Zeughaus 9 – 13, 97421 Schweinfurt)
Seminar-Nr.: 002-269
25. Juni 2018 in Würzburg (EVG Würzburg, Am Haugerring 2, 97070 Würzburg)
Seminar-Nr.: 002-270
Seminarzeit: 09:00 – 16:00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnahmegebühr von 100.–Euro sowie die Fahrtkosten werden von eurer Gewerkschaft übernommen.
Wir bitten um Anmeldung für den zutreffenden Termin unter gf@bildungswerk-bayern.de oder Tel. 089/55 93 36 12 bis spätestens eine Woche vor dem Seminar. Bitte gebt unbedingt eure Gewerkschaft und die zuständige Verwaltungsstelle an.
Das Seminar ist als geeignet anerkannt nach § 37 Abs. 7 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und nach § 46 Abs. 7 Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG).

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Eger
Geschäftsführerin
DGB Bildungswerk Bayern

Einladung Tagesseminar_Rassismus_u_Fremdenfeindlichkeit_in Betrieben

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Zeitzeuge Ernst Grube, GEW-Kollege, spricht in Würzburg

Auf Einladung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) kommt einer der bekanntesten noch lebenden Zeitzeugen, der GEW-Kollege Ernst Grube, nach Würzburg.

Noch im Februar 1945 wurde er zusammen mit Mutter und Geschwistern ins KZ Theresienstadt verschleppt, wo er am 8. Mai von der Roten Armee befreit wurde.

Ernst Grube (85) hat sich auf Grund seiner persönlichen Verfolgungserfahrungen immer in die politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit gegen Ausgrenzung, Rassismus und Unterdrückung eingemischt. Seit Jahrzehnten bezieht er öffentlich Stellung gegen Neonazis und Geschichtsrevisionisten. Er ist Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau und engagiert sich in der Stiftung Bayerische Gedenkstätten ebenso wie im politischen Beirat des NS-Dokumentationszentrums in München. Er streitet für die Verlegung von in München so heftig umstrittenen Stolpersteinen und immer wieder weist er eindringlich auf das Schicksal von Flüchtlingen hin – gegen das bayerische „Integrationsgesetz“ und für einen Abschiebestopp nach Afghanistan.
Ernst Grube ist dabei immer auch unbequem, aber es sind eben nicht die Bequemen, die die Demokratie verteidigen.

Er nimmt das Vermächtnis der Opfer ernst:
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! – lautet seine Botschaft.
Für sein lebenslanges Engagement wurde ihm im November 2017 der Georg-Elser-Preis der Stadt München verliehen.

Ernst Grube berichtet über die Verfolgung seiner Familie durch die Nazis und von seinem politischen Engagement
am Dienstag, 29. Mai, 19.00 Uhr in der Gaststätte Blauer Adler, Mergentheimer Str. 17 in 97082 Würzburg.

Die VVN-BdA Kreisgruppe Würzburg lädt herzlich ein. Es besteht Einlassvorbehalt.

Ort: Gaststätte Blauer Adler, Mergentheimer Str. 17, 97082 Würzburg

s. auch:
Ernst Grube: Abschiebungen nach Afghanistan – dürfen wir das zulassen?

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Tarifabschluss: „Der öffentliche Dienst wird gestärkt und attraktiver“ (M. Tepe)

Weg für Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern frei

Drei lange Verhandlungstage waren nötig. Bis zuletzt hatten die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen. Am Ende verständigten sich die Tarifparteien auf neue Tabellen.

Der Tarifabschluss zusammengefasst:

  • Insgesamt 7,5 Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit.
  • Mindestens 7,3 Prozent mehr für den Sozial- und Erziehungsdienst.
  • Bis zu 12 Prozent mehr für Einsteigerinnen und Einsteiger (Stufe 1 aller Entgeltgruppen).
  • Überproportionale Steigerung der unteren Entgeltgruppen.
  • Deutliche Steigerung für die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 13.
  • Rückwirkend zum 1. März 2018: Im Schnitt 3,19 Prozent mehr.
  • Ab 1. April 2019: Im Schnitt 3,09 Prozent mehr.
  • Ab 1. März 2020: Im Schnitt 1,06 Prozent mehr.
  • Zusätzlich gibt es zum 1. März 2018 für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 sowie S 2 bis S 4  eine Einmalzahlung in Höhe von 250,- Euro.
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost in vier Schritten.
  • Zusage für Verhandlungen zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte.

GEW-Chefin Tepe wies außerdem darauf hin, dass die GEW einen weiteren Erfolg verbucht habe. „Wir haben die Zusage, dass die GEW mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern über eine tarifliche Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte an den kommunalen Schulen verhandeln wird.“ Auf Druck der Bildungsgewerkschaft habe die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) den Weg für Tarifverhandlungen frei gemacht.

Die Erhöhungen im ausgehandelten Tarifabschluss können in den Entgelttabellen sehr unterschiedlich ausfallen. Die GEW gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Tarifabschluss. Dort gibt es auch die Möglichkeit, zu kommentieren.

 

 

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Einladung: GEW-Bildungsfrühstück: Sozialpädagogik in der Schule

Samstag, 28.04.2018, 10:00 bis 13:30 Uhr
Kolping Akademie, Kolpingplatz 1, 97070 Würzburg

Programm
• Begrüßung und kennen lernen
• Was brennt Euch auf den Nägeln, wie geht es Euch in den Einrichtungen und Betrieben?
• Vortrag von Björn Köhler, GEW-Hauptvorstand, Bereich Sozialpädagogische Berufe:

Schulsozialarbeit im Wandel – aktuelle Herausforderungen

• Diskussion
Entwicklung von Positionen und Forderungen, wofür soll die GEW sich auf Landes- und Bundesebene einsetzen?
Wie sollen Pädagogik, Arbeitsbedingungen und Tarifierung entwickelt werden?
Planung weiterer Vorhaben und Treffen, der Zusammenarbeit und Vernetzung
• Sonstiges
Getränke und Leckeres werden gereicht.

siehe flyer.