Archiv 25. November 2021

„Wir können gar nicht so schlecht arbeiten, wie wir bezahlt werden.“

Warnstreik in Aschaffenburg (Foto Björn Wortmann)

Mit solchen und ähnlichen Sprüchen brachten die Kolleginnen einer Aschaffenburger Förderschule ihren Frust und Ärger über die arrogante Arbeitgeberhaltung zum Ausdruck. Bereits früh um 7:30 Uhr hatten sie sich vor ihrer Schule getroffen. Bei der anschließenden Demonstration in die Innenstadt wurden Schulen auf dem Weg auf den Warnstreik aufmerksam gemacht. Für die Schüler*innen eine willkommene Abwechslung. Aber auch die Autofahrer*innen im morgendlichen Berufsverkehr wurden inmitten eines Kreisverkehrs mit den Forderungen konfrontiert.

Für den hinzugekommenen Aschaffenburger DGB-Vorsitzenden Björn Wortmann eine hervorragende Aktion. Danach wartete bereits der Bayerische Rundfunk für Filmaufnahmen und Interviews. Auch in der Fußgängerzone wurden die Passanten mit lauten Sprechchören der Kolleg*innen auf den Warnstreik aufmerksam gemacht (s. Video unten).
Nach einem Informations- und Beratungsfrühstück im Streiklokal ging es zur Kundgebung. Hier fanden sich weitere Kundgebungsteilnehmer ein, darunter auch verbeamtete Kolleg*innen. Anton Salzbrunn stellte hier in seiner Rede die gewerkschaftlichen Forderungen nochmals heraus und skandalisierte das Verhalten der Arbeitgeber. Andrea Grosch berichtete von der kaum zu bewältigenden Arbeitsbelastung der Kolleginnen an den Schulen. „Wenn es so weitergeht, wird das System Schule an die Wand gefahren“, so ihre deutliche Warnung an die Adresse der TdL und der politisch Verwantwortlichen.
Reinhard Frankl begleitete die Kundgebung mit Mut machenden Liedern (s. unten). „Insgesamt ein gelungener Warnstreiktag!“ resümierte zum Schluss eine Kollegin. Für alle war klar: wenn es keinen Abschluss gibt, dann streiken sie auch länger.

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GEW: Warnstreiks in Würzburg und Aschaffenburg

Der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst wird auch in Unterfranken ausgetragen: https://www.gew.de/dasgewinnenwir/forderungen 

Zusammen mit ver.Di ruft die GEW Unterfranken die im TV-L Angestellten der Julius-Maximilians-Universität und alle angestellten Lehrkräfte zum Warnstreik auf. Verbeamtete Lehrkräfte können sich in ihrer unterrichtsfreien Zeit solidarisch der Demonstration anschließen:
Donnerstag, 25.11., 11 Uhr Heilig-Kreuz-Zentrum, Hartmannstraße 29, 97082 Würzburg, Demonstrationszug zum Hauptbahnhof. Die 2G-Regel, Maskenpflicht und Abstandsregeln werden angewandt.

Aufgerufen sind auch alle angestellte Lehrer*innen und Tarifbeschäftigte an den Schulen in der Stadt und den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg.

Ab 7:30 Uhr treffen sich die Kolleg*innen vor der Comenius-Schule, Bessenbacher Weg 125. Anschließend demonstrieren sie ab ca. 8:00 Uhr in die Innenstadt zum Streiklokal im Café Krem, Riesengasse. Ab 11:30 Uhr findet eine Kundgebung statt in der Herstallgasse zwischen P&C, Douglas und Volksbank (Ecke Treibgasse). Hauptredner ist Anton Salzbrunn, Mitglied der GEW Tarifkommission Länder und im Landesvorstand Bayern für Tarifpolitik verantwortlich.

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GEW: Drei Dinge, die uns umtreiben

Drei Dinge treiben uns Gewerkschafter:innen gerade um:

Sie sind herzlich eingeladen zum
Aktionstag Würzburg Tarifverhandlungen
GEW: #DASGEWINNENWIR 
Mittwoch, 17.11., 15:30 bis 16 Uhr
QR-Codeplatz in der Eichhornstraße (vor dem DM-Markt), Würzburg

Die GEW-Tarif-Forderungen betreffen Angestellte im öffentlichen Dienst Bayerns, aber indirekt sind alle Beamten:innen, Pensionär:innen und Angestellte bei freien Trägern betroffen:
Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen werden auf sie übertragen.
Ganz direkt werden Verbesserungen für Studis und Angestellte der Uni gefordert.

Flugblatt Tarifaktion

Flugblatt Aktionstag JA13

Postkarte Aktionstag

Zu wenige Luftfilter und Pool-Tests in KiTas

GEW befürchtet Schließungen
Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern im DGB setzt sich für die Beschäftigten und Kinder ein

Ein zweites Mal sind die Sommerferien nicht genutzt worden, um flächendeckend Luftfilteranlagen in KiTas und Schulen zu installieren. Hier fehlt offensichtlich der politische Wille, Maßnahmen zur Verhinderung von Schließungen zu ergreifen, die auf Kosten der Schüler*innen und ihrer Eltern gehen.

„Weg frei für die Lolli-Pool-Tests: 21 Kitas in Stadt und Landkreis Würzburg machen mit“- Das sind 21 von 243. Nicht einmal jede zehnte Kita im Raum Würzburg nutzt die Möglichkeit, Kinder und Beschäftigte zweimal die Woche mit PCR-Tests zu testen, um so einen Ausbruch von CoViD19 in der Einrichtung verhindern bzw. frühzeitig eindämmen zu können. „Die Staatsregierung mauert, wir bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück,“ sagt Christian Gündling, GEW-Vorstandsmitglied in Würzburg und KiTa-Leiter.

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9. November in Aschaffenburg

Die Stadt Aschaffenburg, der Förderkreis Haus Wolfsthalplatz, das Martinushaus Aschaffenburg, die Aschaffenburger Friedenstrommler, Attac Aschaffenburg-Miltenberg und das Bündnis gegen Rechts sowie der Stadtjugendring Aschaffenburg gedenken der Opfer der Pogromnacht
vom 9. November 1938. Aus diesem Anlass laden wir zu folgenden Veranstaltungen rund um den 9. November ein:

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