Archiv 25. November 2020

Was erwartet mich im Referendariat?

Bildungsgewerkschaft verlegt die begehrte Info-Veranstaltung ins Netz

Online-Veranstaltung live:
Was erwartet mich im Referendariat?
Donnerstag, 26.11.2020, 18 bis 20 Uhr
Auf deinem Computer!

Das Referendariat ist eine komplizierte Sache. Anmeldung, Zwischenzeiten und eventuelle Arbeitslosigkeit, Finanzielles, Alltag, Ablauf und vieles mehr kann Berufsanfänger:innen einiges abverlangen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Unterfranken informiert seit Jahren Studierende aller Lehrämter kompetent und genau.

Information und Anmeldung: Jörg Nellen, GEW-Bezirksvorsitzender, joerg(dot)nellen(at)gew-unterfranken.de

Es brennt an Bayerns Schulen – auch in Unterfranken

„Es brennt an Bayerns Schulen – jetzt sind sich alle einig. Aber werden auch alle gehört?“ ist die Pressemitteilung der GEW Bayern überschrieben.

Weiter heißt es darin: „Für heute, 4. 11. lädt die Staatskanzlei erneut zum Schulgipfel. Und mittlerweile sind sich die Lehrerverbände, die Elternverbände und auch der Landesschülerrat der Gymnasien mit der GEW einig: an den Schulen fehlt es an einem tragfähigen Konzept mit der Corona-Krise umzugehen. Eingeladen sind jedoch nicht alle Teile der Schulgemeinschaft.

Die GEW hatte schon sehr früh Bedenken geäußert und die jetzigen Zustände vorausgesagt sowie alternative Ansätze vorgeschlagen. Dennoch wird sie als die Bildungsgewerkschaft im DGB mit 280.000 Mitgliedern deutschlandweit nicht einmal angehört und wie schon beim letzten Schulgipfel nicht beteiligt, obwohl der Kultusminister nicht müde wird zu betonen, dass „alle Mitglieder der Schulfamilie“ angehört wurden.“

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Zitate mit Skandalen aus den Schulen (aufgrund der Umfragen)

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GEW Aschaffenburg beim branchenübergreifendem Streik im Kampf um TVÖD

Dem Aufruf der Bildungsgewerkschaft GEW sind am heutigen Montag mehrere Hundert Kolleg*innen gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt.

Die Bildungsgewerkschaft GEW in Bayern hat in mehreren Städten ihre Mitglieder zum Warnstreik und verschiedenen Aktionen aufgerufen. Diesem Aufruf folgten trotz der verschärften Pandemiebedingungen viele Beschäftigte. In Aschaffenburg waren es in erster Linie die Beschäftigten im JUKUZ. Sie machten zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Branchen deutlich, dass sie das Angebot der Arbeitgeberseite ablehnen.

Die Streikenden trafen sich ab 10:00 Uhr am Volksfestplatz zogen über Darmstädter Straße, Löherstraße, Luitpoldstraße zurFriedrichstraße, um vor der Sparkasse, die den Beschäftigten Zulagen kürzen will, laut zu werden. Am Theaterplatz fand schließlich die Schluss-Kundgebung statt.

„Wer einerseits die Beschäftigten lobe und sich für ihren Einsatz im Rahmen der Pandemie bedanke, müsste auch in den Tarifverhandlungen dazu stehen“, erklärt der Geschäftsführer Gerald Burkard von ver.di Würzburg-Aschaffenburg. „Den Beschäftigten ist bis jetzt nicht das Gefühl vermittelt worden, dass die Arbeitgeber in den ersten Verhandlungsrunden ernsthaft an Lösungen interessiert waren. Ihnen drängt sich vielmehr das Gefühl auf, sie sollen jetzt für die Folgekosten der Regierungsmaßnahmen aufkommen.“ , so Monika Hartl, Vorsitzende der GEW Aschaffenburg-Miltenberg.

Die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst (ÖD), die sich im sechsfach-Demozug aus verschiedensten Branchen per Abordnungen vereinigten, forderten auf dem Theatherplatz unverändert vom Bund und den Kommunen (VKA): Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich. Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikant*innen um 100 Euro monatlich. Laufzeit zwölf Monate. Tarifierung der Ausbildungsbedingungen der Studierenden in den bislang nicht tariflich geregelten praxisintegrierten dualen Studiengängen.

Kundgebung uf dem Theaterplatz

GEW: Hier Ihre Lohnerhöhung!

Die Bildungsgewerkschaft GEW im DGB gab unter dem Motto Gute Leistung braucht gutes Geld am Freitag in Würzburg sybolisch Geldscheine mit ihren Forderungen im Tarifkonflik im öffentlichen Dienst an überraschte Passanten aus. 

Hintergrund: 

Am 01. September begannen die Verhandlungen der Tarifrunde 2020 für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD), nachdem der Tarifvertrag von 2018 am 31.08.2020 gekündigt wurde. Nun sind sie durch den Widerstand der Arbeitgeber ins Stocken geraten. Die GEW ruft daher die Betroffenen (Angestellte und Beamt*innen im öffentlichen Dienst) zu einer  Blitzaktion unter Coronabedingungen (Abstand, Masken, Hygieneregeln) auf:

„Die Leistung der Beschäftigten während der Corona-Pandemie müssen anerkannt werden,“ fordert der Betriebsrat beim Bezirksjugendring Unterfranken, Christian Gündling. Konkret fordern die Gewerkschaften eine Entgelterhöhung von 4,8%, mindestens aber 150 €, bei einer Tarifvertragslaufzeit von 12 Monaten. Beispielsweise würde so das Einstiegsgehalt einer/eines Erzieher*in in Vollzeit in einer Einrichtung wie der Kita an der Löwenbrücke in Würzburg nicht mehr wie bislang 2.829,77 € betragen, sondern um 150 € auf 2.979,77 € ansteigen (S8a, Stufe 1), so Gündling.

„Auch für all diejenigen in der Ausbildung, im Praktikum und im dualen Studium im öffentlichen Dienst fordert die GEW mehr Wertschätzung“, so Anton Salzbrunn, Landesvorsitzender der GEW Bayern. „Ihre Entgelte sollen um 100 € monatlich steigen“. Nur so könne der öffentliche Dienst für Arbeitnehmer*innen attraktiv bleiben und dem Fachkräftemangel Einhalt geboten werden, weiß auch Bundes-GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Am 01. September begannen die Verhandlungen der Tarifrunde 2020 für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen (TVöD), nachdem der Tarifvertrag von 2018 am 31.08.2020 gekündigt wurde. Nun sind sie durch den Widerstand der Arbeitgeber ins Stocken geraten. Die GEW ruft daher die Betroffenen (Angestellte und Beamt*innen im öffentlichen Dienst) zu einer  Blitzaktion unter Coronabedingungen (Abstand, Masken, Hygieneregeln) auf:

„Die Leistung der Beschäftigten während der Corona-Pandemie müssen anerkannt werden,“ fordert der Betriebsrat beim Bezirksjugendring Unterfranken, Christian Gündling. Konkret fordern die Gewerkschaften eine Entgelterhöhung von 4,8%, mindestens aber 150 €, bei einer Tarifvertragslaufzeit von 12 Monaten. Beispielsweise würde so das Einstiegsgehalt einer/eines Erzieher*in in Vollzeit in einer Einrichtung wie der Kita an der Löwenbrücke in Würzburg nicht mehr wie bislang 2.829,77 € betragen, sondern um 150 € auf 2.979,77 € ansteigen (S8a, Stufe 1), so Gündling.

„Auch für all diejenigen in der Ausbildung, im Praktikum und im dualen Studium im öffentlichen Dienst fordert die GEW mehr Wertschätzung“, so Anton Salzbrunn, Landesvorsitzender der GEW Bayern. „Ihre Entgelte sollen um 100 € monatlich steigen“. Nur so könne der öffentliche Dienst für Arbeitnehmer*innen attraktiv bleiben und dem Fachkräftemangel Einhalt geboten werden, betont Bundes-GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.

Foto obben: Andrea Wieczorek

GEW: „Fachkräftemangel ausgeblendet“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellt fest, dass die OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2020“ den dramatischen Fachkräftemangel an Schulen und Kitas weitgehend ausblende. Der Schwerpunkt der Untersuchung „Berufliche Bildung“ berücksichtige die Qualität der Bildungsgänge nicht ausreichend. „Wir begrüßen grundsätzlich, dass der Bericht zum ersten Mal versucht, die bislang eher vernachlässigten Berufsbildungssysteme zu vergleichen. Deutschland nimmt unter anderem mit seinem Dualen System im internationalen Vergleich zwar eine ansehnliche Rankingposition ein, aber: Laut Berufsbildungsbericht haben mehr als 1,5 Millionen junge Menschen im Alter zwischen 25 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss. Zudem erfasst der OECD-Bericht lediglich die Zahl der jungen Menschen in den Bildungsgängen, jedoch nicht deren Qualität“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Dienstag in Frankfurt a.M. „Die quantitativen Daten zeigen nicht, wie die Berufsbildungssysteme im Zusammenspiel mit den anderen Bereichen des Bildungswesens historisch gewachsen sind.“ Außerdem bildeten die Kriterien, auf denen die Studie fußt, die Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Deutschland nicht ab. Diese sei aber eine wichtige Grundlage für das vergleichsweise hohe Ansehen der Berufsbildung im internationalen Vergleich.

Weiterlesen auf der Seite der GEW-Bund

Folien zum Vortrag von R. Frankl vom 18.09.2010 (!) auf der gemeinsamen Tagung von AG BiFi, AG Alternative Wirtschaftspolitik und BdWi mit dem Thema: „Bessere Bildung ohne ausreichendes Personal – wie das denn?“

GEW zum Schulanfang: „Schüleranstieg trifft auf Lehrkräftemangel“

Lehrermangel

Umfrage: Lehrkräfte fordern Arbeitsschutz, Lüftung, Tests, Maskenpflicht

Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann und Schulabteilungsleiterin Maria Walter haben die Rahmenbedingungen für den Schuljahresbeginn unter COVID-19-Bedingungen in Unterfranken vorgestellt(siehe PM). Der GEW-Bezirksvorsitzende Jör Nellen kritisiert: „Schüleranstieg trifft auf Lehrkräftemangel, die Digitalisierung steckt in der Fläche in den Kinderschuhen, die Regierung hat keine Vorsorge getroffen und hat Chancen verpasst.“

Besonders besorgt ist die Bildungsgewerkschaft im DGB über den Schüleranstieg in Grund-, Mittel- und Förderschulen: „ In Zeiten, in denen sich kleine Lerngruppen auch unter Coronabedingungen als sicher und effektiv erwiesen haben, werden die Klassen wegen des Lehrkräftemangels vollgepackt.“

Dazu komme das Piazolo-Paket mit Arbeitszeitverlängerungen und das Scheitern der von der Staatsregierung erfundenen „Team“-Lehrkräfte (berufsnahe, unausgebildete Freiwillige auf Stundenbasis angestellt. Nellen: „Wer als Lehrkraft in dieses Chaos ohne gewerkschaftlichen Schutz geht, wird ein böses Erwachen erleben. Man kann nicht einfach ein überladenes Auto noch voller packen und erwarten, dass alles so weiter läuft wie bisher.“

„Es fehlen Konzepte zu Arbeitsschutz, Lüftung und Maskenpflicht,“ so Nellen. Das geht aus einer Befragung von Betroffenen hervor:

An erster Stelle müssen gesetzliche Arbeitsschutzregeln eingehalten werden (siehe Anhang): Einer Gefährdungsbeurteilung muss für jede Schule erstellt, dokumentiert und regelmäßig überprüft werden. Erst dann kann man die Schule öffnen. „Hier wird aus Überforderung der Schulleitungen und der Arbeitsschutzbehörden geschlampt, getrickst und gefährdet“, sagt eine betroffene Lehrkraft aus Würzburg.

„Wir sind die einzig Dummen, die ohne Abstand mit 30 Menschen stundenlang im geschlossenen Räumen arbeiten sollen“, sagt eine Mittelschullehrkraft aus Schweinfurt. Die Praxis seit Pfingsten habe gezeigt, dass sich mit der Hälfte der Klasse sehr gut arbeiten lasse. Dem pflichtet ihr eine Förderlehrerkraft bei. Eine Gymnasiallehrkraft aus Aschaffenburg sagt dazu: „Ich habe meinem Schulleiter im Juli vorgeschlagen, die neuen 5. Klassen so klein zu machen (maximal 15 SchülerInnen), dass sie nicht geteilt werden müssen.“

Schulartübergreifend wird gefordert, die bestehenden Erfahrungen zu nutzen: Hybridunterricht (Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht) bei den Größeren, eine bessere Ausstattung mit Hard- und Software der Lehrenden wie der Lernenden und die bestehenden Hygieneregeln (Abstand, Händewaschen, Masken) müssen einheitlich um- und durchgesetzt werden. Lüftungskonzepte und -geräte werden ebenso als essentiell angesehen wie regelmäßige Testungen. Hier sind die Sachaufwandsträger gefordert, die staatlichen Hilfen des DigitalPakts Bund und Bayern endlich abzurufen.

Eine Förderlehrerin vom Untermain sieht bei der Durchsetzung des Hygienekonzeptes Handlungsbedarf: Masken werden von daheim nicht mitgegeben, Kinder krank in die Schule geschickt ohne dass die Eltern erreichbar seien. Daher fordert eine weitere Lehrkraft vom Untermain, dass man befristet auch auf eine Maskenpflicht im Unterricht setzen solle, auch wenn das unpädagogisch und unangenehm sei: „Wir haben als Gewerkschaft vor allem die Aufgabe, die Beschäftigte und Beschulte vor Erkrankung zu schützen!“

Die Bildungsgewerkschaft in Unterfranken sieht durch den ungleich durchgeführten Distanzunterricht die Chancengleichheit bedroht: „Für Phasen des häuslichen Lernens sind Maßnahmen notwendig, die zentral, strategisch und konkret angegangen werden müssen“, sagt eine Gymnasiallehrkraft vom Untermain. „Zu viele gehen verloren.“ Differenzierung müsse beim digitalen Lernen und bei der Betreuung in Phasen häuslichen Lernens stärker in den Fokus rücken. „Dafür muss Arbeitszeit zur Verfügung gestellt werden.“

Gemessen an den Bedarfen und Erfahrungen der unterfränkischen Lehrkräfte sind die unterfränkischen Maßnahmen ungenügend. „Chancen verpasst, statt Chancen genutzt“, kritisiert Jörg Nellen, der unterfränkische GEW-Vorsitzende.

Bildungsfinanzierung: GEW-Vorsitzende fordert in Würzburg „Schulterschluss von Bund, Land und Gemeinden“

Würzburg – Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), sieht die Aufgaben in der Bildungslandschaft einer Stadt wie Würzburg im Schulterschluss von Bund, Ländern und Gemeinden. „Das Geld kommt sonst nicht an die richtige Stellen“ sagte die Chefin der mit mehr als 280.000 Mitgliedern größten Bildungsgewerkschaft der Bundesrepublik in Würzburg.

Auf Einladung des GEW-Bezirksvorsitzenden Martin Heilig war Tepe zur „Zukunftswerkstatt Stadt für Kinder“ der Grünen Stadtratsfraktion vom Main (Frankfurt) an den Main (Würzburg) gekommen. „Die GEW ist als DGB-Gewerkschaft eine überparteiliche Organisation“, sagte sie. Aber wenn in Würzburg zwei Oberbürgermeisterkandidaten (Sebastian Roth, Linke, und Martin Heilig, Grüne) und die 3. Bürgermeisterin (Marion Schäfer-Blake, SPD) GEW-Mitglieder seien, diskutiere sie gerne mit diesen über die kommunalen Handlungsspielräume in der Bildung.

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8. März Frauentag: GEW AB-MIL lädt zur Matinee ein

Unter dem Titel „Frauen machen Care-Arbeit – Männer machen Karriere?“ lädt das Aschaffenburger Frauenhearing, in dem Die GEW vertreten ist, für den 8. März, 11.00 Uhr zur Sontags-Matinee ein , Eintritt frei. Im Saal der Volkshochschule Aschaffenburg (Luitpoltstraße 2) wird es einen Vortrag zum Thema von Dr. Birgit Happel geben, danach darf diskutiert werden.

Frauen sind besser ausgebildet denn je. Gleichzeitig übernehmen sie einen großen Teil der unbezahlten Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit. Als Berufstätige sind sie überdurchschnittlich oft in Teilzeit beschäftigt oder suchen nach einer unterbrochenen Erwerbsbiografie einen adäquaten beruflichen Anschluss. Von wirtschaftlicher Unabhängigkeit können viele nur träumen.

Die Veranstalterinnen wollen auf ihrer Matinee über den Status Quo, die Rollenverteilung und das Geld der Frauen diskutieren. Männer und Frauen sind eingeladen miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Zukunftsvorsorge zu stärken.

Piazolo-Paket: 46.000 unterschreiben Protest

Erfolgreiche Online-Petition aus Unterfranken

Die GEW Unterfranken unterstützt die Online-Petition Gegen die Neuregelung der Arbeitsbedingungen für Grund-/Mittelschullehrer*innen in Bayern!, die sich gegen das Piazolo-Paket, die engagierte Grundschullehrerinnen aus Unterfranken initiiert haben:

Nach den Winterferien erwischte Kultusminister Piazolo die Kolleg*innen in Grund-, Mittel- und Förderschulen eiskalt: Erhöhung der Mindestteilzeit, Abschaffung der Sabbatmodelle, Erhöhung der Altersgrenze für Antragsruhestand und Mehrarbeit für alle in der Grundschule (Arbeitszeitkonto) sollen dem Lehrkräftemangel begegnen. Diesen stellen die Initiatorinnen der Onlinepetition Gegen die Neuregelung der Arbeitsbedingungen für Grund-/Mittelschullehrer*innen in Bayern! gar nicht in Frage: „Seit Jahren leisten wir wegen fehlender Lehrkräfte Mehrarbeit, trauen uns nicht krank zu werden, werfen Klassen und Kurse zusammen und arbeiten am Limit mit den zusätzlichen Verwaltungsaufgaben.“ Andere sehen das offensichtlich ebenso. „Der Unmut ist riesengroß.“

Die Petitionin sammelte in einem Monat 46.000 Unterschriften mit Klarnamen. Alle drei Initiatorinnen sind Grundschullehrkräfte aus Unterfranken. „Wir sind vom Erfolg überwältigt“, sagen sie. „Das zeigt aber auch, wie groß der Unmut der Kolleg*innen, Eltern und Unterstütze*innen ist.“ Ihr nächstes Ziel sind 50.000 Unterschriften. „Die erwarten wir diese Woche.“