Monatsarchiv Oktober 2019

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Wer gut bezahlt, hat keinen Mangel

Bildungsgewerkschaft weist auf Belastungen durch Lehrkräftemangel hin.

Die Entscheidung der Schulamtes Mainspessart, pensionierte Lehrkräfte zu reaktivieren, ist eine Bankrotterklärung der Einstellungspolitik und der Arbeitsbedingungen an Grund- und Mittelschulen. Dies erklärt Jörg Nellen, Geschäftsführer der GEW Unterfranken.
Es ist eine Katastrophe mit Ansage, die allle Beteiligten belastet:
– von Schuljahresbeginn an waren alle Mobilen Reserven, die für abwesende Lehrkräfte einspringen können, fest verplant
– aus pädagogischen Gründen getrennte Kurse wurden zusammengelegt
– Lehrkräfte, besonders die aus guten Gründen (Kinder, Pflegebedürftige in der Familie) Teilzeitkräfte werden mit Vertretungen um ihren Teilzeit-Anspruch gebracht
– die Fortbildungspflicht ist unerfüllbar, Manche trauen sich nicht, sich krank zu melden, Zeit für Beratung ist rar.
– Kolleg*innen, die nach einem engagierten Berufsleben Altersteilzeit beantragen wollen, wird abschlägig beschieden, zugesagte Pensionierungen werden verschoben.
Immer noch wird den Kolleg*innen in Grund- und Mittelschulen versagt, so wie alle anderen Lehrkräfte mit der Besoldungsgruppe A13 in den Beruf einzusteigen. „Attraktivität sieht anders aus,“ so der Gymnasial- und Hauptschullehrer Nellen.
Anlässlich des A13-Equal-Pay-Days am 14. November ruft die Bildungsgewerkschaft zu kreativen Protesten auf Facebook und Instagram auf. Bilder mögen mit dem Hashtag #Ichbindannmalweg oder #ja13 gepostet werden. Gemessen an der Besoldung in A 13 bei den Gymnasiallehrer*innen, Realschullehrer*innen, Berufsschullehrer*innen und Sonderpädagog*innen arbeiten Grund- und Mittelschullehrkräfte von diesem Tag an bis zum Ende des Kalenderjahres unentgeltlich.
„Wer gut bezahlt, hat keinen Mangel,“ so Nellen

Bild: Der Weg für schlechter bezahlte Lehrkräfte an Grund und Mittelschulen steht unter einem Fragezeichen. Foto: Jörg Nellen

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Wellbappn bei GEW Ufr., Ofr., Mfr

im Rahmen der Seminarreihe BILDUNG ANDERS – Samstag 23. Nov. 2019 in Erlangen

Was war denn da in Bayern los? Revolution, Räterepubliken und Freikorps-Terror

Seminarort: Gewerkschaftshaus, Friedrichstr.7

13.30 Uhr: FilmES GEHT DURCH DIE WELT EIN GEFLÜSTER – Historische Aufnahmen und Interviews mit Zeitzeug*innen von 1918/19 15 – 17 Uhr Diskussion zum Film und zu den Thesen von
Schorsch Wiesmaier: Was haben dieRevolutionär*innen 1918/19 erreicht? Und was wurde ihnen angedichtet?
und
Fritz Reheis: Nov. 1918 bis April 1919 – ein kleines Zeitfenster für große Veränderungen?

Anmeldung zum Seminar bei info@gew-oberfranken.de
– Hinweise zum Film und Thesen der Referenten stehen bei www.gew-oberfranken.de/bildung-anders

Abendprogramm um 19 Uhr:

P reis Tickets: 30 Euro, GEW 25 Euro, Studi 20 Euro

Reisevorschlag: Sa. 23.11.19 Hin: WÜ 11:35 –Erl 13:00 Rück: Erl 21:42 – WÜ 23:15 GEW-Wü übernimmt Bayernticket