Jahresarchiv 2018

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GEW Aschaffenburg-Miltenberg: Gemeinsam gegen rechts!

Lied- und Redebeitrag des Koll. R. Frankl auf dem „Fest der Vielfalt“ anlässlich des Auftritts von Bernd Höcke in Elsenfeld

Liebe „Festgemeinde“
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gewerkschaften haben ihre Lehren aus der Geschichte gezogen. Auch die NSDAP wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1929 als so genannte ganz normale Partei demokratisch gewählt. Bei vielen ArbeiterInnen verfingen ihre Parolen gegen Plutokratie und Bonzen. Bis ihnen 1933 die Macht übergeben wurde. Und auch dann, so viel Selbstkritik muss sein, haben unsere Funktionäre noch geglaubt, man müsse mit den Nazis zusammen den Tag der Arbeit feiern.
Am 2. Mai 1933 aber wurden ihnen gewaltsam die Augen geöffnet.
Es folgten nicht nur :
• Zwangsüberführung in die nationalsozialistische Arbeitsfront und die
• Internierung und Ermordung besonders aktiver Funktionäre
sondern auch
• Lohnsenkungen und Abschaffung der Tarife
• Ausweitung der Arbeitszeiten
• Betriebsgemeinschaft statt Betriebsverfassungsgesetz
Dem Privatkapital wurde ein Ausbeutungsparadies geschaffen.
So sah und sieht der angebliche Antikapitalismus von Faschisten aus, wenn sie an der Macht sind. Von Rassismus, Krieg und Völkermord habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen..
NEIN! Eine Partei, die sich immer wieder auf Parolen solcher Vorväter beruft, mit ihnen spielt, ist keine „ganz normale Partei“.
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wie die GEW, für die ich hier spreche, stemmen sich dagegen, eine solche Partei wieder salonfähig zu machen.
Unser Aufruf heißt: Gemeinsam gegen die AfD!
Die AfD hat nicht nur keinerlei Lösungen für unsere Probleme, sie ist brandgefährlich.
Ich habe mich über einen facebook-Post der IG-Metall-Jugend sehr gefreut: „Die Mutter aller Probleme ist der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.“ Das ist für uns die passende Antwort auf Biedermänner und Brandstifter. Ihr wisst genau wen ich meine. Die wollen uns weis machen, unser Hauptproblem seien Geflüchtete. Solche Parolen sind nichts als Brennstoff für faschistoide Brandbeschleuniger wie Bernd Höcke.
Deshalb jetzt ein Lied, das ich von einer Volksmusikgruppe, den Neurosenheimern, gelernt habe. Da ich kein Oberbayrisch kann, hab ich es in unsere Mundart „übersetzt“:

An de Grenze stehnse Schlange un die Dornhalle san voll
un kaaner von uns waaß recht wimmer do mit umgehn soll
Macht Platz in eure Köpp un denkt euch in die Mensche noi,
weil z’ammhalte und z’ammwachse werd unumgänglich soi
Mir ham doch Platz do,
ihr habt noch Platz do.
Komm her un‘ rück e Stück – bloß
uff goar kaan Fall nach rechts!
He mach doch Platz do
mir ham noch Platz do
Un glaab mer, bloß weil äbbes fremm‘ is
is des doch ni schlecht
//:da da da deida, da da da deida …
Platz, Platz, macht doch einfach Platz!://
Sie zeiche im Advent de Welt, wie christlich dasse san
un‘ jährlich guckt mer mit de Kinn‘ die Herbergsuche an.
Un‘ wenn statt Josef un Maria de Ahmed drauße kloppt
dann sachese wie seller Wert: is alles voll – Halt! Stopp!
Doch mir ham Platz do,
ihr habt doch Platz do

Fragt dochemol die Alte, wer die uffgenumme hot.
Vor 70 Johr: wie sanse do gestanne in de Not
un nit lang her warn unser Leit vertriewe in de Welt
doch wenn’s aam gut geht dann vergisst mer schnell was werklich zählt.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham doch Platz do

Wenn aaner alles lieche lässt, entflieht nur kapp em Dood,
sich uffmacht uff’m Viehtransport un‘ üwwers Meer im Boot
wenn der sich mit zwohunnerd in die Dornhall‘ zwängt, sei still,
dann nit weil er schmarotze, doch nur weil er läwe will.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham noch Platz do

weitere Infos:

https://www.main-echo.de/mediathek/videos/sts6763,10178

 

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In jeder Schule fehlt eine Lehrkraft

GEW Unterfranken widerspricht Regierung von Unterfanken zum Schulanfang: Unterrichtsversorgung bedroht

Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht im Gegensatz zur Regierung von Unterfranken zum Schulanfang keine Erleichterung in der Lehrkräfteversorgung. „Der Druck auf Kolleginnen und Kollegen, Kinder und Jugendliche und Eltern bleibt bestehen, da keinen einzige Lehrkraft zusätzlich eingestellt wurde“, sagt der GEW-Bezirksverbandsvorsitzende Martin Heilig zum Schulanfang. „In jeder unterfränkischen Schule fehlt statistisch eine Lehrkraft.“ Das führe zu Belastungen der Kolleginnen und Kollegen, der Schülerinnen und Schüler und der Eltern.

Grund- und Mittelschulen

Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen müssen mit 28 Unterrichtsstunden (29 für Fach- und Förderlehrkräfte) in der Woche ein Drittel mehr arbeiten als ihre Kolleginnen und Kollegen in den weiterführenden Schulen und bekommen bis zu 500 € weniger. „Kleine Kinder, großes Gehalt: das gleiche Einstiegsgehalt für alle Lehrkräfte!“ fordert Heilig. ((https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-bayern-macht-fuer-ja13-mobil-1/))

Der Personalmangel führt zu massiven Problemen in Unterfranken: pädagogisch geteilte Klassen werden zusammengelegt, Förderlehrkräfte, die nocheinmal weniger verdienen als Mittelschullehrkräfte, übernehmen Unterrichtsverantwortung statt individuell zu fördern, Kolleginnen und Kollegen trauen sich nicht, krank zu sein, um die Kinder nicht durch Stundenausfall zu belasten, verschleppen und fallen schließlich länger oder ganz aus, die Mobile Reserve, die bei Krankheit oder Fortbildungen eigentlich einspringen soll, ist schon am Schuljahresanfang so fest verplant, dass sie ihre Springeraufgaben nicht mehr erfüllen können, Kolleginnen werden gebeten, im Krankenstand doch bitte Stunden vorzubereiten oder zu korrigieren.

Auch die Zweitqualifikation von schulartfremden Lehrkräften belastet alle Betroffenen: Die jungen Realschul- und Gymnasiallehrkräfte in Grund- und Mittelschulen müssten neben dem anstrengenden Unterricht sich weiterbilden, die Stammlehrkräfte sehen sich in der Pflicht, ihre unerfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, die Schülerinnen und Schüler haben keine Kontinuität: „Sie können einem eigentlich sehr guten Fahrzeug, das aber überladen ist, nicht noch mehr aufbürden, ohne dass es zusammenbricht,“ so Heilig.

„Schließlich gingen Eltern auf die Barrikaden, weil überlastete Lehrkräfte deren Erwartungen nicht entsprachen,“ weiß Heilig. Doch die Vorgesetzten unterstützen den Elternprotest, melden Stundenausfälle nicht und erhöhten den Druck auf ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Betroffenen fühlen sich hilflos. Das läge auch daran, dass Personalräte der Lehrervereine oft Schulleiter sind. „So bleibt nur die Rechtsberatung der GEW-Personalräte, um wirksame Hilfe zu leisten.“

Die GEW erwartet im Gegensatz zur Regierung von Unterfranken auch im Jahr 2018/2019 wieder massive Unterrichtsausfälle, verunsicherte Lehrkräfte, die sich nicht trauen, krank zu sein oder auf Fortbildung zu gehen, und Schülerinnen und Schüler, die ihre Ziele nicht erreichen: jeder Zehnte verlässt die Schule ohne Abschluss, nur ein Drittel erreicht den der Realschule gleichwertigen Mittleren Schulabschluss an der Mittelschule. „Wir brauchen wieder mehr Zukunft in den Grund- und Mittelschulen“, so Heilig.

Gymnasium und Realschulen

Es finden sich heuer gut ausgebildete 2300 Gymnasial- und 1800 Realschullehrkräfte auf der Straße wieder: die haben zwar die Hoffnung, wenigstens befristet angestellt zu werden oder mit einer Zusatzqualifikation in Grund- und Mittelschulen Arbeit zu finden. „Doch was für eine Ressourcenverschwendung“, sorgt sich Martin Heilig. „Wir brauchen ein gemeinsames Grundstudium für alle Lehrämter, damit endlich Flexibilität zwischen den Schularten und Professionalität zusammen gehen.“ Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird allgemein begrüßt. „Aber die Personalausstattung mit Klassenleitungsstunden und Sozialpädagoginnen und –pädagogen muss endlich umgesetzt werden,“ fordert Heilig.

Berufliche Schulen

Die hohe Qualität der dualen Ausbildung sieht die Bildungsgewerkschaft auch in Unterfranken bedroht. „Im Kampf um die Köpfe entscheiden die Arbeitsbedingungen und das Einkommen,“ weiß Heilig. Schon jetzt müssten Kurse zusammengelegt werden, Unterricht entfalle und Auszubildende erreichten ihre Ziele nicht: ein Viertel breche die Ausbildung ab.

Förderschulen

Die Schulart, die mit hoher Professionalität und Kollegialität die Schwächsten in der Gesellschaft auf eben diese vorbereitet, stehe ebenfalls unter Druck. „Wir brauchen schon wegen EU-Behindertenrechtskonvention mehr Sonderpädgogik in den Regelschulen,“ weiß der GEW-Bezirksvorsitzende. „Aber dieser Mobile Sonderpädagogische Dienst dürfe dann nicht an den Förderschulen fehlen, große Klassen verursachen und Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern belasten.“ ((https://www.behindertenrechtskonvention.info/inklusion-3693/))

Folgen

„Lehrkräfte in Unterfranken arbeiten am Limit“, fasst Heilig zusammen. Der bayerische Staat muss seine Hausaufgaben machen:

– gleiche Bezahlung der Lehrkräfte an allen Schularten

– vorausschauende Personalplanung

– gemeinsames Grund-Studium aller Lehrämter zur Ausbildung von Stufenlehrkräften

– Ende des Befristungsunwesens und der Kettenverträge

– längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler mit den entsprechenden Ressourcen ausstatten

Die GEW Unterfranken bietet betroffenen Kolleginnen und Kollegen Rechtschutz, Fortbildungen und Beratung bei beruflichen Problemen für alle Lehrkräfte und Beschäftigte in Bildungsberufen: www.gew-unterfranken.de

Quellen

Das Staatsministerium sucht händeringend nach Lehrkräften (Stichwort „Volleinstellung“), Seiten- oder Quereinsteiger ohne dreimonatige Mindesqualifikation „on the job“, Zusatzqualifikanten oder Reaktivierung von Pensionistinnen und Pensionisten sind nicht einmal eine mittelfristige Lösung. In Würzburg wurden im Juli 2018 schon 500 Kinder mehr geboren als zwei Jahre zuvor. Die erreichen 2014 die Grundschulen:

https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/6106/neueinstellungen-ueber-4200-lehrerinnen-und-lehrer-zum-kommenden-schuljahr.html

Die GEW kritisiert die kurzsichtige Einstellungspolitik:

Bayern: https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bildungsgewerkschaft-gew-zum-schulbeginn-in-bayern/

https://www.gew-bayern.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-bayern-weist-angriffe-gegen-paedagogisches-fachpersonal-zurueck/

Bund:

https://www.ardmediathek.de/tv/Morgenmagazin/Lehrermangel-Gewerkschafter-schlagen-Al/Das-Erste/Video?bcastId=435054&documentId=55268050

https://www.youtube.com/watch?v=u44OmLRu4Kk .

https://www.rtl.de/cms/arbeitslos-in-die-sommerferien-fuer-tausende-lehrer-immer-noch-realitaet-4189060.html

Inzwischen ist der Lehrkräftemangel auch in der Satire angekommen:
https://www.ardmediathek.de/tv/extra-3/Lehrermangel-in-Deutschland/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=3709210&documentId=55137114

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Einladung: Sommerfest der GEW AB-MIL

Die GEW AB-MIL lädt ihre Mitglieder zum jährlichen Sommerfest ein.

Ort: kunstLANDing, Landingstraße 16

Wir beginnen am 18 Juli um 17:00Uhr mit einer Führung durch die Ausstellung „Speicher“, anschließend feiern wir im begrünten Innenhof. Getränke sind an der Vereinstheke erhältlich, belegte Brötchen stehen bereit. Größeren Hunger kann die im Umkreis liegende Gastronomie „über die Straße“ bedienen.

Wir freuen uns auf eure sommerliche Laune, die ihr mitbringt.

 

 

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Tagesseminare „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Betrieben und Dienststellen“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit laden wir euch herzlich zum Tagesseminar
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Betrieben und Dienststellen
– die aktuellen Fluchtbewegungen und die Herausforderung für die betriebliche Integration von Flüchtlingen

ein.
Seminartermine:
11. Juni 2018 in Aschaffenburg (DGB Aschaffenburg, Haselmühlweg 1, 63741 Aschaffenburg
Seminar-Nr.: 002-268
12. Juni 2018 in Schweinfurt (DGB Schweinfurt, Am Zeughaus 9 – 13, 97421 Schweinfurt)
Seminar-Nr.: 002-269
25. Juni 2018 in Würzburg (EVG Würzburg, Am Haugerring 2, 97070 Würzburg)
Seminar-Nr.: 002-270
Seminarzeit: 09:00 – 16:00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnahmegebühr von 100.–Euro sowie die Fahrtkosten werden von eurer Gewerkschaft übernommen.
Wir bitten um Anmeldung für den zutreffenden Termin unter gf@bildungswerk-bayern.de oder Tel. 089/55 93 36 12 bis spätestens eine Woche vor dem Seminar. Bitte gebt unbedingt eure Gewerkschaft und die zuständige Verwaltungsstelle an.
Das Seminar ist als geeignet anerkannt nach § 37 Abs. 7 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und nach § 46 Abs. 7 Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG).

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Eger
Geschäftsführerin
DGB Bildungswerk Bayern

Einladung Tagesseminar_Rassismus_u_Fremdenfeindlichkeit_in Betrieben

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Zeitzeuge Ernst Grube, GEW-Kollege, spricht in Würzburg

Auf Einladung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) kommt einer der bekanntesten noch lebenden Zeitzeugen, der GEW-Kollege Ernst Grube, nach Würzburg.

Noch im Februar 1945 wurde er zusammen mit Mutter und Geschwistern ins KZ Theresienstadt verschleppt, wo er am 8. Mai von der Roten Armee befreit wurde.

Ernst Grube (85) hat sich auf Grund seiner persönlichen Verfolgungserfahrungen immer in die politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit gegen Ausgrenzung, Rassismus und Unterdrückung eingemischt. Seit Jahrzehnten bezieht er öffentlich Stellung gegen Neonazis und Geschichtsrevisionisten. Er ist Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau und engagiert sich in der Stiftung Bayerische Gedenkstätten ebenso wie im politischen Beirat des NS-Dokumentationszentrums in München. Er streitet für die Verlegung von in München so heftig umstrittenen Stolpersteinen und immer wieder weist er eindringlich auf das Schicksal von Flüchtlingen hin – gegen das bayerische „Integrationsgesetz“ und für einen Abschiebestopp nach Afghanistan.
Ernst Grube ist dabei immer auch unbequem, aber es sind eben nicht die Bequemen, die die Demokratie verteidigen.

Er nimmt das Vermächtnis der Opfer ernst:
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! – lautet seine Botschaft.
Für sein lebenslanges Engagement wurde ihm im November 2017 der Georg-Elser-Preis der Stadt München verliehen.

Ernst Grube berichtet über die Verfolgung seiner Familie durch die Nazis und von seinem politischen Engagement
am Dienstag, 29. Mai, 19.00 Uhr in der Gaststätte Blauer Adler, Mergentheimer Str. 17 in 97082 Würzburg.

Die VVN-BdA Kreisgruppe Würzburg lädt herzlich ein. Es besteht Einlassvorbehalt.

Ort: Gaststätte Blauer Adler, Mergentheimer Str. 17, 97082 Würzburg

s. auch:
Ernst Grube: Abschiebungen nach Afghanistan – dürfen wir das zulassen?

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Tarifabschluss: „Der öffentliche Dienst wird gestärkt und attraktiver“ (M. Tepe)

Weg für Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern frei

Drei lange Verhandlungstage waren nötig. Bis zuletzt hatten die Arbeitgeber die Forderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen. Am Ende verständigten sich die Tarifparteien auf neue Tabellen.

Der Tarifabschluss zusammengefasst:

  • Insgesamt 7,5 Prozent bei 30 Monaten Vertragslaufzeit.
  • Mindestens 7,3 Prozent mehr für den Sozial- und Erziehungsdienst.
  • Bis zu 12 Prozent mehr für Einsteigerinnen und Einsteiger (Stufe 1 aller Entgeltgruppen).
  • Überproportionale Steigerung der unteren Entgeltgruppen.
  • Deutliche Steigerung für die Entgeltgruppen EG 9 bis EG 13.
  • Rückwirkend zum 1. März 2018: Im Schnitt 3,19 Prozent mehr.
  • Ab 1. April 2019: Im Schnitt 3,09 Prozent mehr.
  • Ab 1. März 2020: Im Schnitt 1,06 Prozent mehr.
  • Zusätzlich gibt es zum 1. März 2018 für die Entgeltgruppen E 1 bis E 6 sowie S 2 bis S 4  eine Einmalzahlung in Höhe von 250,- Euro.
  • Angleichung der Jahressonderzahlung Ost in vier Schritten.
  • Zusage für Verhandlungen zur Eingruppierung kommunaler Lehrkräfte.

GEW-Chefin Tepe wies außerdem darauf hin, dass die GEW einen weiteren Erfolg verbucht habe. „Wir haben die Zusage, dass die GEW mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern über eine tarifliche Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte an den kommunalen Schulen verhandeln wird.“ Auf Druck der Bildungsgewerkschaft habe die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) den Weg für Tarifverhandlungen frei gemacht.

Die Erhöhungen im ausgehandelten Tarifabschluss können in den Entgelttabellen sehr unterschiedlich ausfallen. Die GEW gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Tarifabschluss. Dort gibt es auch die Möglichkeit, zu kommentieren.

 

 

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Einladung: GEW-Bildungsfrühstück: Sozialpädagogik in der Schule

Samstag, 28.04.2018, 10:00 bis 13:30 Uhr
Kolping Akademie, Kolpingplatz 1, 97070 Würzburg

Programm
• Begrüßung und kennen lernen
• Was brennt Euch auf den Nägeln, wie geht es Euch in den Einrichtungen und Betrieben?
• Vortrag von Björn Köhler, GEW-Hauptvorstand, Bereich Sozialpädagogische Berufe:

Schulsozialarbeit im Wandel – aktuelle Herausforderungen

• Diskussion
Entwicklung von Positionen und Forderungen, wofür soll die GEW sich auf Landes- und Bundesebene einsetzen?
Wie sollen Pädagogik, Arbeitsbedingungen und Tarifierung entwickelt werden?
Planung weiterer Vorhaben und Treffen, der Zusammenarbeit und Vernetzung
• Sonstiges
Getränke und Leckeres werden gereicht.

siehe flyer.

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GEW: Gewaltspirale stoppen – Abrüsten statt aufrüsten! Entspannungspolitik jetzt!

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterstützte auch den diesjährigen  Aschaffenburger Ostermarsch. Reinhard Frankl eröffnete die Auftaktkundgebung mit dem Refrain des Ostermarschlieds: „Marschieren wir gegen Osten? – NEIN! Marschieren wir gegen den Westen? – NEIN!“ Unter Anspielung auf die derzeitige diplomatische Ost-West-Konfrontation und die NATO-Manöver an der Grenze zu Russland wies er darauf hin, dass diese Zeilen in den letzten 30 Jahren der nunmehr 60-jährigen Ostermarschtradition nie eine schärfere Bedeutung gehabt hätten als heuer.

An die 200 Menschen waren dem Aufruf von Attac, der Betriebsseelsorge und den Friedenstrommlern gefolgt, das waren doppelt so viele als im Vorjahr.

Neben kurzen Redebeiträgen der Veranstalterorganisationen, der GRÜNEN und des türkischen Volkshauses HALKEVI sprach Christine Buchholz, MdB (DIE LINKE) als Hauptrednerin auf der Abschlusskundgebung. Unter der Überschrift „Grenzen für Flüchtlinge öffnen und für Waffen schließen“ und mit Blick auf den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei unter Erdogan gab sie Kanzlern Merkel in der aktuellen und ihren vorherigen Regierungen Mitschuld an den Verbrechen, die gegen Kurdinnen und Kurden verübt werden. Sie kritisierte auch die geheimdienstliche Zusammenarbeit der BRD mit der Assad-Regierung. „Seit 2014 haben die USA und ihre Verbündeten über 105.000 Bomben und Raketen auf Ziele in Syrien und Irak abgefeuert. Die deutsche Luftwaffe unterstützt dies. Sie liefert Zielbilder für Angriffe. Außerdem betankt sie Bomber in der Luft. Unzählige Zivilisten fielen diesen Bombardements zum Opfer„, rief sie der Öffentlichkeit ins Gedächtnis. Ihre Schlussfolgerung: „Die Bundeswehr muss aus allen Auslandseinsätzen zurückgezogen werden“ Damit erntete sie sehr großen Applaus bei den ZuhörerInnen.

Weitere Infos, Bilder und die Dokumentation von Redebeiträgen auf www.attac-aschaffenburg.de


Kennen sich von etlichen Attac- und Friedensratschlägen: Christine Buchholz und Reinhad Frankl auf dem Ostermarsch 2018 in Aschaffenburg
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Digitalisierte Schule?

GEW fordert verantwortliche Gestaltung ein

Mit dem Masterplänen Bayern Digital I und II fließen 2017 bis 2022 über 8,5 Milliarden Euro anteilig auch an die etwa 491 öffentlichen Schulen in Unterfranken. Doch was geschieht mit dem Geld, das die bayerischen Schulen ans digitale Zeitalter anschließen soll? Dr. Matthias Burchardt von der Universität zu Köln mahnt auf Einladung der Bildungsgewerkschaft GEW in einem Vortrag am 14. April in der Kolping Akademie Würzburg zu verantwortungsvollem Umgang mit digitalen Medien.
„Wenn Lehren und Lernen in Beziehung, Bildung statt Kompetenz, Unterricht statt mechanischer Selbststeuerung stattfinden, dann richtet auch der gezielte Einsatz von Smartboards, Tablets und Cyberbrillen in Schulen keinen Schaden an,“ sagt der Medienforscher Burchardt. „Aber niemand, d.h. auch keine Lehrkraft, kann die Verantwortung für die Sicherheit der Daten von Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Big Data-Analysen übernehmen.“ Hier berühre Digitalisierung die Fürsorgepflicht der Schule.
Big Data kann keine Wahrheit finden, sondern nur Wahrscheinlichkeiten. Die Welt ist seit Jahren Geisel von GAFAM (Google, Apple, Facebook, Amazon, Microsoft). Das Wissen um die Reichweite und die Implikationen der Digitalen Transformation müsse deshalb Thema in Schule, Hochschule und politischer Bildung sein, so Burchardt. „Wir brauchen Bildung am Gegenstand des Digitalen, aber keine Digitalisierung von Bildung!“
Die GEW fordert eine Pädagogik der Digitalisierung. „Wir brauchen erst Software fürs Gehirn,“ so der stellvertretende GEW-Bezirksvorsitzende Jörg Nellen. „Denn Schülerinnen und Schüler müssen wissen, was sie im digitalen Zeitalter tun.“
GEW Unterfranken lädt ein zu
Dr. Matthias Burchardt, Digitalisierung der Schule? Verantwortung gestalten!
Samstag, 14. April 2018, 11:30 bis 13 Uhr, Kolping-Akademie, Kolpingplatz 1, 97070 Würzburg, Anmeldung gewwue(at)aol.com. Eintritt frei.

Quellen:
https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-will-digitalisierung-kritisch-und-konstruktiv-mitgestalten/
https://www.stmwi.bayern.de/digitalisierung/bayern-digital-ii/

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Warnstreiks im Öffentlichen Dienst – „6% mehr Lohn!“

Der Bezirksverband Unterfranken der Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Unterfranken am heutigen Dienstag. „6% mehr Lohn und 200 € mindestens bedeutet eine Stärkung der Kaufkraft“, sagt der Bezirksvorsitzende Martin Heilig mit Bezug auf Studien.

Beamte und Pensionisten profitieren von der Streikfähigkeit der Gewerkschafter*innen: „Nur in Gewerkschaften organisierte Beschäftigte im öffentlichen Dienst können den Druck aufbauen, der die Arbeitgeber zum Einlenken bringt“, so Heilig.