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GEW Aschaffenburg-Miltenberg: Gemeinsam gegen rechts!

Lied- und Redebeitrag des Koll. R. Frankl auf dem „Fest der Vielfalt“ anlässlich des Auftritts von Bernd Höcke in Elsenfeld

Liebe „Festgemeinde“
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gewerkschaften haben ihre Lehren aus der Geschichte gezogen. Auch die NSDAP wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1929 als so genannte ganz normale Partei demokratisch gewählt. Bei vielen ArbeiterInnen verfingen ihre Parolen gegen Plutokratie und Bonzen. Bis ihnen 1933 die Macht übergeben wurde. Und auch dann, so viel Selbstkritik muss sein, haben unsere Funktionäre noch geglaubt, man müsse mit den Nazis zusammen den Tag der Arbeit feiern.
Am 2. Mai 1933 aber wurden ihnen gewaltsam die Augen geöffnet.
Es folgten nicht nur :
• Zwangsüberführung in die nationalsozialistische Arbeitsfront und die
• Internierung und Ermordung besonders aktiver Funktionäre
sondern auch
• Lohnsenkungen und Abschaffung der Tarife
• Ausweitung der Arbeitszeiten
• Betriebsgemeinschaft statt Betriebsverfassungsgesetz
Dem Privatkapital wurde ein Ausbeutungsparadies geschaffen.
So sah und sieht der angebliche Antikapitalismus von Faschisten aus, wenn sie an der Macht sind. Von Rassismus, Krieg und Völkermord habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen..
NEIN! Eine Partei, die sich immer wieder auf Parolen solcher Vorväter beruft, mit ihnen spielt, ist keine „ganz normale Partei“.
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften wie die GEW, für die ich hier spreche, stemmen sich dagegen, eine solche Partei wieder salonfähig zu machen.
Unser Aufruf heißt: Gemeinsam gegen die AfD!
Die AfD hat nicht nur keinerlei Lösungen für unsere Probleme, sie ist brandgefährlich.
Ich habe mich über einen facebook-Post der IG-Metall-Jugend sehr gefreut: „Die Mutter aller Probleme ist der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.“ Das ist für uns die passende Antwort auf Biedermänner und Brandstifter. Ihr wisst genau wen ich meine. Die wollen uns weis machen, unser Hauptproblem seien Geflüchtete. Solche Parolen sind nichts als Brennstoff für faschistoide Brandbeschleuniger wie Bernd Höcke.
Deshalb jetzt ein Lied, das ich von einer Volksmusikgruppe, den Neurosenheimern, gelernt habe. Da ich kein Oberbayrisch kann, hab ich es in unsere Mundart „übersetzt“:

An de Grenze stehnse Schlange un die Dornhalle san voll
un kaaner von uns waaß recht wimmer do mit umgehn soll
Macht Platz in eure Köpp un denkt euch in die Mensche noi,
weil z’ammhalte und z’ammwachse werd unumgänglich soi
Mir ham doch Platz do,
ihr habt noch Platz do.
Komm her un‘ rück e Stück – bloß
uff goar kaan Fall nach rechts!
He mach doch Platz do
mir ham noch Platz do
Un glaab mer, bloß weil äbbes fremm‘ is
is des doch ni schlecht
//:da da da deida, da da da deida …
Platz, Platz, macht doch einfach Platz!://
Sie zeiche im Advent de Welt, wie christlich dasse san
un‘ jährlich guckt mer mit de Kinn‘ die Herbergsuche an.
Un‘ wenn statt Josef un Maria de Ahmed drauße kloppt
dann sachese wie seller Wert: is alles voll – Halt! Stopp!
Doch mir ham Platz do,
ihr habt doch Platz do

Fragt dochemol die Alte, wer die uffgenumme hot.
Vor 70 Johr: wie sanse do gestanne in de Not
un nit lang her warn unser Leit vertriewe in de Welt
doch wenn’s aam gut geht dann vergisst mer schnell was werklich zählt.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham doch Platz do

Wenn aaner alles lieche lässt, entflieht nur kapp em Dood,
sich uffmacht uff’m Viehtransport un‘ üwwers Meer im Boot
wenn der sich mit zwohunnerd in die Dornhall‘ zwängt, sei still,
dann nit weil er schmarotze, doch nur weil er läwe will.
Drum macht jetz Platz do,
mir ham noch Platz do

weitere Infos:

https://www.main-echo.de/mediathek/videos/sts6763,10178

 

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Tagesseminare „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Betrieben und Dienststellen“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit laden wir euch herzlich zum Tagesseminar
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Betrieben und Dienststellen
– die aktuellen Fluchtbewegungen und die Herausforderung für die betriebliche Integration von Flüchtlingen

ein.
Seminartermine:
11. Juni 2018 in Aschaffenburg (DGB Aschaffenburg, Haselmühlweg 1, 63741 Aschaffenburg
Seminar-Nr.: 002-268
12. Juni 2018 in Schweinfurt (DGB Schweinfurt, Am Zeughaus 9 – 13, 97421 Schweinfurt)
Seminar-Nr.: 002-269
25. Juni 2018 in Würzburg (EVG Würzburg, Am Haugerring 2, 97070 Würzburg)
Seminar-Nr.: 002-270
Seminarzeit: 09:00 – 16:00 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnahmegebühr von 100.–Euro sowie die Fahrtkosten werden von eurer Gewerkschaft übernommen.
Wir bitten um Anmeldung für den zutreffenden Termin unter gf@bildungswerk-bayern.de oder Tel. 089/55 93 36 12 bis spätestens eine Woche vor dem Seminar. Bitte gebt unbedingt eure Gewerkschaft und die zuständige Verwaltungsstelle an.
Das Seminar ist als geeignet anerkannt nach § 37 Abs. 7 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und nach § 46 Abs. 7 Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG).

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Eger
Geschäftsführerin
DGB Bildungswerk Bayern

Einladung Tagesseminar_Rassismus_u_Fremdenfeindlichkeit_in Betrieben

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Zeitzeuge Ernst Grube, GEW-Kollege, spricht in Würzburg

Auf Einladung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) kommt einer der bekanntesten noch lebenden Zeitzeugen, der GEW-Kollege Ernst Grube, nach Würzburg.

Noch im Februar 1945 wurde er zusammen mit Mutter und Geschwistern ins KZ Theresienstadt verschleppt, wo er am 8. Mai von der Roten Armee befreit wurde.

Ernst Grube (85) hat sich auf Grund seiner persönlichen Verfolgungserfahrungen immer in die politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit gegen Ausgrenzung, Rassismus und Unterdrückung eingemischt. Seit Jahrzehnten bezieht er öffentlich Stellung gegen Neonazis und Geschichtsrevisionisten. Er ist Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau und engagiert sich in der Stiftung Bayerische Gedenkstätten ebenso wie im politischen Beirat des NS-Dokumentationszentrums in München. Er streitet für die Verlegung von in München so heftig umstrittenen Stolpersteinen und immer wieder weist er eindringlich auf das Schicksal von Flüchtlingen hin – gegen das bayerische „Integrationsgesetz“ und für einen Abschiebestopp nach Afghanistan.
Ernst Grube ist dabei immer auch unbequem, aber es sind eben nicht die Bequemen, die die Demokratie verteidigen.

Er nimmt das Vermächtnis der Opfer ernst:
Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! – lautet seine Botschaft.
Für sein lebenslanges Engagement wurde ihm im November 2017 der Georg-Elser-Preis der Stadt München verliehen.

Ernst Grube berichtet über die Verfolgung seiner Familie durch die Nazis und von seinem politischen Engagement
am Dienstag, 29. Mai, 19.00 Uhr in der Gaststätte Blauer Adler, Mergentheimer Str. 17 in 97082 Würzburg.

Die VVN-BdA Kreisgruppe Würzburg lädt herzlich ein. Es besteht Einlassvorbehalt.

Ort: Gaststätte Blauer Adler, Mergentheimer Str. 17, 97082 Würzburg

s. auch:
Ernst Grube: Abschiebungen nach Afghanistan – dürfen wir das zulassen?

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Filmabend: »LOSGELÖST VON ALLEN WURZELN … «

Im Rahmen des Aschaffenburger Gedenkens an die „Reichpogromnacht“ 1938 zeigen attac Aschaffenburg-Miltenberg und das Bündnis gegen Rechts (in beiden ist die GEW Aaschaffenburg-Miltenberg Mitglied) diese Filmdokumentation mit dem Untertitel

EINE WANDERUNG ZWISCHEN DEN JÜDISCHEN WELTEN, 120 MIN.

Mi., 8. November 2017, 18:00 Uhr
im „Stern“, Aschaffenburg, Platanenallee 1

Die Kulturzeitschrift Melodie und Rhythmus (M&R) widmete ihre Ausgabe 5/15 jüdischen Musiken. In diesem Rahmen initiierte die Redaktion eine besondere Begegnung: Esther Bejarano, deutsch-jüdische Musikerin und ehemaliges Mitglied des Mädchenorchesters von Auschwitz, und Moshe Zuckermann, Historiker und Kunsttheoretiker aus Tel Aviv, trafen sich zum ersten Mal.
Begleitet von ihrem gemeinsamen langjährigen Freund, dem Schauspieler und aktiven Antifaschisten Rolf Becker, sprachen sie im Oktober 2016 in Berlin und Hamburg über ihre jüdischen Erfahrungen mit der untergegangenen Welt der Diaspora und dem modernen zionistischen Staat.

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