Bildungsgewerkschaft zu Piazolo: „Geht gar nicht!“

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Bildungsgewerkschaft zu Piazolo: „Geht gar nicht!“

GEW kritisiert Personalpolitik des Kultusministeriums scharf

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Unterfranken warnt seit 1970 vor dem Lehrkräftemangel an Bayerns Schulen (1). Wie es scheint, 50 Jahre vergebens: Nun hat Kultusminister Piazolo an Grund- Mittel- und Förderschulen die Arbeitszeit erhöht, verordnet den Lehrkräften eine längere Lebensarbeitszeit, streicht Erholungszeiten und schränkt Teilzeitarbeit ein. „Auf ein marodes Gebäude kann man nicht einfach eine Etage aufstocken,“ kritisiert Martin Heilig, der GEW Bezirksvorsitzende. „Das geht gar nicht.“

Betroffene fühlen sich hilflos, sind wütend, enttäuscht. (s. unten Rückmeldungen an den GEW-Bezirksvorstand)

Die GEW kündigt in Unterfranken Widerstand an. Maßnahmen wie Dienst nach Vorschrift, Streichung der privaten Ausgaben für den Unterricht, Aussetzen der freiwilligen Zusatzaufgaben wie Systembetreuung, Klassenfahrten, Schulfeste werden diskutiert. Zunächst rufen wir noch im Januar zu einer Demonstration in Würzburg auf. „Es reicht!“, sagt Heilig.

s. auch PE GEW Bayern

Hintergrund

Der „Markt“ für Lehrkräfte besonders an Grund- und Mittelschulen ist leergefegt, in Unterfranken fehlen – entgegen den Beteuerungen der Staatsregierung – mindestens 500 Lehrkräfte, weiteres pädagogisches Personal und Fachkräfte der Förderung. Der Mangel drückt auf die Arbeitsbedingungen und unwillkürlich auch auf die Schulkinder: „Unsere Kolleginnen und Kollegen melden uns, dass sie Doppelführungen haben, sich nicht trauen auf Fortbildungen zu gehen oder gar krank zu sein“, sagt der Bezirksvorsitzende Martin Heilig zu den Maßnahmen des Kultusministeriums, den Lehrkräftemangel an Grund-, Mittel- und Förderschulen durch einschneidende Maßnahmen aufzufangen. „Zu hart, zu spät, kontraproduktiv!“

Mobile Reserve am Schuljahresbeginn aufgebraucht

Kolleginnen und Kollegen in der Mobilen Reserve, die Ausfälle (Schwangerschaft, Fortbildungen, Krankheiten) kurzzeitig auffangen sollen, sind schon am Schuljahresbeginn so umfassend eingesetzt, dass es keinen Spielraum mehr gibt, z.B. wenn die herbstliche Erkältungswelle einsetzt. Die Folge sind Doppelführungen von zwei Klassen durch eine Lehrkraft, das Zusammenlegen von aus pädagogisch Gründen getrennten Lerngruppen, Über- und Vertretungsstunden, fachfremder Unterricht. „Das trifft vor allem aus guten Gründen teilzeitarbeitende Lehrerinnen hart, aber noch schlimmer Schülerinnen und Schüler, die Bedarf an individueller Förderung haben, das Recht auf Unterricht und auf kontinuierliche Betreuung“, so Heilig.

Wutreaktion des Kultusministeriums

Seit Jahren werden unverheiratete – ja sogar auch verheiratete, soweit sie noch keine Kinder haben – Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen, die das Referendariat absolviert haben, mit einer Planstelle nach Oberbayern abgezogen. Viele dieser Kolleginnen und Kollegen haben immer wieder aus privaten Gründen (Familie, Pflege, Ehrenamt, Vereinsarbeit, etc.) eine Anstellung in Unterfranken der Planstelle in der Ferne vorgezogen. Das hat das Kultusministerium bisher mit Nichtanstellung bestraft. Vor dem Hintergrund des Lehrkräftemangels (die jungen Kolleginnen und Kollegen werden überall dringend benötigt) fühlt sich das Kultusministerium nun veranlasst, doch Angestelltenverträge in Unterfranken abzuschließen. Doch nicht ohne Strafe: Obwohl die Kolleginnen und Kollegen vom ersten Tag benötigt werden und eingeplant sind, dürfen sie erst zum 01. Oktober antreten. Die Schulen müssen die ersten drei Wochen des Schuljahres überbrücken, die jungen Kolleginnen und Kollegen müssen sich diese drei Wochen versichern, arbeitslos melden und für ihren Unterhalt selber sorgen. Wenigstens bekommen sie die folgenden Sommerferien bezahlt. „Das ist eine kindische Wutreaktion des Kultusministeriums, die an den Menschen und der Bedarfslage vorbei geht“, meint der GEW-Bezirkschef.

Der Lehrkräftemangel ist hausgemacht.

Daher schlägt die GEW konkrete kurz- und mittelfristige Maßnahmen vor (2), um den Druck auf Kolleginnen, Kollegen und Kinder zu mildern:
– gleiche Bezahlung von allen Lehrkräften (Einstiegsgehalt A13 für alle)
– Reform der Lehrkräfteausbildung (Grundstudium für alle, Aufbaustudium nach Schularten), und Erhöhung der Zahl der Studienplätze

Reaktionen der Betroffenen und gewünschte Maßnahmen (Verwendung nur anonymisiert)

1. Ich schließe mich voll an eure Aussagen an.
Es kann nicht sein, dass die desaströse Personalpolitik auf unserem Rücken ausgetragen wird. Das „Gesäusel“ von Herrn Piazzola klingt für mich unerträglich!
Ich bin Förderschullehrerin und werde im Sommer diesen Jahres in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Der Job ist sehr anstrengend und ich bin froh, dass ich nach einem Burnout vor fünf Jahren noch so lange und gut durchgehalten habe. Aber mehr würde definitiv nicht gehen. Es sieht ja so aus, als ob ich gerade noch die Kurve gekriegt habe. Mit allen meine Kolleg*innen nach mir solidarisiere ich mich und hoffe sehr, dass es zu diesen Maßnahmen nicht kommen wird.
Herzliche Grüße
A., Förderschullehrerin

2. Schön, dass es möglich ist, den Unmut öffentlich zu äußern! Hoffentlich hört es jemand, der auch Einfluss nehmen kann.
Jahrelang hat dieses Ministerium darauf beharrt, dass es in Bayern mehr als genug Lehrer gibt, dass man die Situation fest im Griff hat. Wer das Gegenteil behauptet hat, etwa Berufsverbände, wurde als Nestbeschmutzer angeprangert. Insofern sollte man die Herrschaften auf ihre Aussagen festnageln: Es gibt in Bayern keinen Lehrermangel, alles ist perfekt!
Anstatt sich selbst zu beweihräuchern, hätte man beizeiten Maßnahmen ergreifen sollen. Die Geburtenrate steigt ja nicht so spontan, für die Schule gibt es immerhin SECHS Jahre Vorlauf. Welches Unternehmen kann schon so langfristig planen?
Die Pensionierungen kommen natürlich völlig überraschend. Niemand weiß im voraus, wann der 65. Geburtstag ansteht, das ereignet sich mehr wie ein Vulkanausbruch: unvorhersehbar! So jedenfalls behandelt das KuMi dieses Thema seit Jahrzehnten.
Dann muss die Frage erlaubt sein, weshalb es nur GrundschullehrerInnen treffen wird. Weil es dort Eltern gibt, die sonst Rabatz machen? Anders als in Förder- und Mittelschulen, wo nur noch aufgegebene Kinder ohne Lobby unterrichtet werden?
Schauen wir uns mal sachlich an, was die Maßnahme bewirken wird. Eine Wochenstunde mehr pro LehrerIn. Die KollegInnen werden stärker belastet sein, das erhöht den Krankenstand, damit die Unterrichtsausfälle, denn Mobile Reserven sind Mangelware. Unterrichtsausfall belastet die übrigen KollegInnen, die einspringen müssen, und erhöht damit weiter den Krankenstand. Und so fort…
Damit hat die Schule jedoch keine einzige zusätzliche Lehrkraft gewonnen, die noch eine Klassenführung übernehmen könnte. Gerade bei kleinen Schulen – und das sind Grundschulen ja häufig – ein Problem. Vielleicht muss sogar die eine oder andere gehen, weil plötzlich das Stundenkontingent überschritten ist. Dann geht der Schuss nach hinten los.
Im übrigen ist es natürlich ein Unding, dass erst ewig die Hände in den Schoß gelegt werden, wenn nun aber der Kittel lichterloh brennt, werden hektisch beliebige Maßnahmen ergriffen, ohne deren Folgen abzuwägen. Ausgetragen auf dem Rücken derer, die man eigentlich hätscheln sollte, weil sie schließlich diejenigen sind, die man ganz dringend braucht. 
Was wenn der Nachwuchs mitkriegt, wie knallhart mit LehrerInnen seitens des (eigentlich fürsorgepflichtigen) Dienstherrn umgegangen wird? Wenn es ihn davon abschreckt, seinerseits den Beruf zu ergreifen? Doch nicht so erstrebenswert? Die Ferien hat man nicht etwa zum Reisen, sondern um Liegengebliebenes aufzuarbeiten und um gesund zu werden, bevor man in die Tretmühle zurückkehrt. Dafür ist die Bezahlung ja sehr verlockend, alle anderen Lehrer verdienen mehr, unterrichten weniger Stunden und genießen höheres Ansehen. Ich würde mich nie mehr für Grundschullehramt entscheiden!
Nächste Option zur Rettung der kultusministeriellen Ehre: Erhöhung der Schülerzahlen pro Klasse. In Zeiten ausbleibender elterlicher Erziehung und zunehmend mangelhafter Sprachkenntnisse – längst nicht nur bei Kindern mit Migrationshintergrund – eine wirklich gute Idee, um garantiert Lernen zu verhindern. Da zischen dann halt statt dem obligatorischen einen ADHS-ler plötzlich zwei, drei wie die Flummibälle durchs Klassenzimmer. Sie stecken diejenigen an, die immer bereit sind, bei einem kleinen Abenteuer mitzuwirken. Während die Lehrkraft sich um die Lauten kümmert, verkümmern die Stillen. Konzentrierte Lernatmosphäre geht anders! Die Finanzierung der Schulsozialarbeit wurde soeben heruntergefahren. Da kommt Freude auf!
Nebenher hat dank Inklusion ohne begleitende Maßnahmen die einzig im Klassenraum vorhandene Lehrkraft noch kompetente Binnendifferenzierung durchzuführen. Die potentiellen Gymnasiasten verlangen nach Anreicherung des Stoffes, weil sie sich tödlich langweilen (und deswegen allerlei Schabernack treiben), während gleichzeitig andere noch immer nicht kapiert haben, was eigentlich ein Pluszeichen ganz praktisch bedeutet. In dieses Chaos schneien alle Nase lang die Vorgesetzten herein, um einem Beurteilungen nach Gauß’scher Normalverteilung um die Ohren zu hauen. Wenn das nicht motiviert!
Dafür sparen die LehrerInnen nun ein Arbeitszeitkonto an. Ich misstraue dem Braten grundsätzlich! Vollmundige Versprechungen, die dann später aus irgendwelchen Gründen doch nicht wahr werden, gab es doch schon genug. Ach so. GrundschullehrerInnen. Andere, die ohnehin weniger arbeiten, natürlich nicht. Aber die getrauen sich nicht, mal den Aufstand zu proben. Die lieben Kinderchen könnten darunter leiden, das will man doch nicht. So leiden die zarten Kindlein denn unter der Überforderung ihrer LehrerInnen.
Da ließe sich noch so viel finden, was einfach nur völlig falsch läuft. Aber es geht ja um die Stundenzahlerhöhung. Wie ist das mit „den letzten Dienstjahren“, in denen man nimmer betroffen ist? Wie viele sind gemeint? Zwei? Von wegen Plural…
So viel dazu. Wenn du weitere Tiraden brauchst, etwas ausführlicher dargestellt haben willst, melde dich einfach. Ich schreibe wirklich gern! Manchmal habe ich sogar etwas Zeit übrig.
A., Grundschullehrerin


3. Die Pläne des Kultusministeriums sind ein Skandal! Die Lehrer*Innen an den Grund-, Mittel- und Förderschulen sind doch schon jetzt über die Maßen gefordert. Viele Studienanfänger, die bis gestern Interesse hatten, in die Lehrer-Ausbildung einzusteigen, werden sich wohl nun anders orientieren, denn die Aussichten auf Besserung der Personalsituation werden immer trister. Das Übergehen des Hauptpersonalrates ist in meinen Augen katastrophal!
Wehrt Euch, Kollegen!
Ch., Grundschullehrerin

4. Ich bin empört und kann verstehen, dass kaum jemand an meiner Schulart (Grundschule) unterrichten möchte. Ich werde nach dem Referendariat wahrscheinlich nicht weiter im Schuldienst arbeiten und fühle mich jetzt schon überfordert und dass obwohl ich weit! Unter den 29 Stunden arbeite. Die ungleiche Bezahlung an verschiedenen Schularten ist in keiner Weise haltbar. Für die Wirtschaft werden Unsummen ausgegeben, für Schulen und Lehrer dagegen nicht genug. A13 muss endlich für alle schularten kommen, sonst werden weiterhin Lehrkräfte wie ich und einige bekannte abspringen.
L., Grundschulreferendarin

5. Ich arbeite seit 20 Jahren an einer Förderschule für geistige Entwicklung und sehe dass die Anforderungen an Lehrkräfte, Heilpädagogische Förderlehrer und Kinderpflegerinnen bei uns enorm gestiegen sind. Die Schüler haben zunehmend Probleme im sozial- emotionalen Bereich, so dass es kaum noch Klassen ohne Schüler mit Schulbegleitung gibt. Es gibt Klassen mit so vielen Schulbegleitern, dass der Platz gar nicht mehr ausreicht. Eltern lehnen eine Diagnostik ihrer Kinder ab und so kann kein Schulbegleiter beantragt werden und somit wird der Unterricht permanent gestört und unterbrochen. Es gibt keine mobilen Vertretungslehrer – Kinderpflegerinnen sollen Unterricht übernehmen für ein miserables Gehalt! Lehrervetretungen werden permanent von nicht qualifiziertem Personal übernommen , sprich Erzieher/ Kinderpfleger. Wenn jede nur ihre eigentlichen pädagogischen Aufgaben, die da immer noch genug und sehr anspruchsvoll sind, ausfüllen würde, würde der Schulbetrieb nicht mehr zu bewerkstelligen sein.
Und nun sollen die Lehrkräfte noch länger arbeiten, sollen keine Möglichkeit für ein Sabbatjahr mehr haben…… Ich denke der Schuss geht nach hinten los. Burnout oder Dauerarbeitsunfähigkeiten werden steigen. 
Wo bitte schön ist das eine Hilfe und Unterstützung für die motivierten, noch durchhaltenden Pädagogen , die so tolle Arbeit an den Schulen leisten. 
Lieber Herr Kultusminister wie wär es denn mit zusätzlichen Lehrern und Bonusprämien nicht nur für Lehrer sondern auch für Kinderpflegerinnen, Heilpädagogen und Erzieher.
Ich sehe nicht wie diese neuen Maßnahmen hilfreich sein sollen. Was wir brauchen ist zusätzliches Personal, Coaching und Supervision! 
A., Förderschullehrerin

6. Was könnte ich nach 25.Dienstjahren da nicht alles antworten…
Meine Meinung:
Die aktiven Lehrerinnen müssen eine verfehlte Personalpolitik ausbaden.
60% Teilzeitkräfte lässt erkennen, dass Vollzeit zu belastend ist.
Die Formulierung „vorübergehend“ ist nicht eindeutig genug. Bekannt ist mir
Noch 5 Jahre Ansparen – 5 Jahre Ruhephase – 5 Jahre Rückgabe
Die Mehrarbeit bedeutet eine Gehaltsreduzierung.

Eigene Betroffenheit

Zum nächsten Schuljahr wollte ich meine Stundenzahl auf 22 Wochenstunden reduzieren, um meine Gesundheit zu schonen. Meine Arbeite mache ich sehr gerne, aber ich lebe nicht für die Arbeit. Interessieren würde es mich, ob die Pflege eines alten Familienangehörigen eine Ausnahme ermöglicht.
Auf jeden Fall werde ich versuchen meine Planung durchzusetzen.

Wozu bist du bereit?

Viel bleibt uns als Beamtin ja nicht…
Demo nach Unterrichtsschluss
Unterschriftenliste
Persönlicher Brief an den Kultusminister
Petition an den Landtag 
R., Grundschullehrerin

6. Für mich persönlich ist die Streichung des Antragsruhestands ein Schlag ins Gesicht. Ich bin 60 Jahre alt und möchte mit 64 aussteigen. Schon jetzt fällt es mir schwer, mein tägliches Arbeitspensum zu erfüllen. Die Zahl meiner Krankheitstage war während meiner gesamten beruflichen Tätigkeit minimal. Dass ich damit auch Raubbau an meiner Gesundheit betrieben habe, merke ich jetzt im Alter. Noch vier Jahre arbeiten ist für mich das äußerst Mögliche. 
Die Presseerklärung der GEW ist deutlich. Ich stelle mich voll hinter die gemachte Kampfansage.
Herzlichen Gruß,
G., Förderlehrerin

7. Jahrelang keine Reserven aufbauen (um Geld zu sparen) und dann die Lehrkräfte in die Pfanne hauen ist unlauter, ja unfair!
Oh – wo kommen denn all die Kinder her, die vor 6 JAHREN geboren wurden – mit euch hat ja keiner gerechnet! So eine Schei.. – tut mit leid anders kann ich das nicht sagen! Was soll denn da „… schwer kalkulierbar sein …“ (Schreiben „Sichere Unterrichtsversorgung“)
Oh 60% Teilzeit in der Grundschule! Ja bei 95% Frauen auch nicht extrem überraschend und auch nicht besonders neu.
Und vielleicht sollte man auch mal hinterfragen, warum gerade so viele „Alte“ Teilzeit machen bzw. eher gehen! Doch nicht weil der Job so toll ist und nur Freude macht!
Ich bin betroffen – wollte 3 Jahre eher gehen und das noch kombinieren mit Antragsteilzeit (5+5Jahre) – also eigentlich wollte ich mit 59 gehen – nun mit 65! SUBBBAAA
Maßnahmen der GEW: was mir so spontan kommt:
– freiwillig übernommene Aufgaben zurückgeben ( z.B.: Systembetreuung (sollen Firmen komplett machen -> es soll doch mehr Geld geben)
– was wäre, wenn wir Dienst nach Vorschrift machen?
– …
Muss noch in Ruhe weiter überlegen – aber hier ist für mich zum ersten Mal in über 25 Jahren eine rote Linie derart überschritten worden, dass ich vor Wut …
Nicht vergessen: Wir haben immer noch einen NC für Grundschule
L., Personalrat

9. Im Zuge des Widerstandes gegen die Piazolo Maßnahmen, würde ich Demonstrationen besuchen, Petitionen unterschreiben, bei weiteren Informationen ggf. streiken und mich auch anderweitig einbringen.
T., Grundschullehrer

10. Ich unterrichte derzeit 21 Unterrichtsstunden+1 Unterrichtsstunde Anrechnung für Schulleitung (familienpolitische Teilzeit). Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich voll ausgelastet und habe nicht vor, mein Deputat zu erhöhen. Statt dessen werde ich die Gehaltseinbuße in Kauf nehmen und die Arbeitszeiterhöhung um diese Stunde reduzieren. 
A., Grundschullehrerin

11. Ich arbeite schon jetzt Teilzeit (24 Stunden), da ich neben meinem Beruf auch noch leben will. Da ich schon 60 Jahre bin , betrifft mich die Stundenerhöhung anscheinend nicht mehr. Aber vom Streichen des vorzeitigen Ruhestandes ab 64 mit Abschlägen wäre ich betroffen.  Wenn ich das Schreiben vom Kultusminister richtig interpretiere, sind vom Arbeitszeitkonto nur die Grundschullehrkräfte betroffen. Da frage ich mich, ob wir die Deppen vom Dienst sind. 
Ich wäre bereit auf Demos mitzugehen.
Th., Grundschullehrerin