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Würzburger Bildungsgewerkschaft wird weiblicher

Lore Koerber-Becker führt GEW Würzburg

Stadträtin Lore Koerber-Becker (vorne) führt künftig den Kreisverband Würzburg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Dabei wird sie unterstützt von der Personalrätin Gabriele Neumann (links) . „Die GEW ist an der Spitze weiblich,“ sagte sie nach der Wahl mit Anspielung an die Bundesvorsitzende Marlis Tepe, die 2016 die Maidemonstration in Würzburg angeführt hatte. Weitere Mitglieder im Vorstand sind der ehemalige Personalrat Helmut Stühler als Schatzmeister und der Mittelschul- und Gymnasiallehrer Jörg Nellen als Geschäftsführer. Es gratulierten der bayerische Landesvorsitzende Anton Salzbrunn (rechts) und der Bezirksvorsitzende Martin Heilig (links).

Die GEW hat Mitglieder in allen Schularten, in der Erwachsenenbildung, der Hochschule und in sozialpädagogischen Berufen. „Die Bedürfnisse unserer Mitglieder stehen für mich ganz oben: gutes Geld für gute Arbeit, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen und Bildung.“ sagte Koerber-Becker programmatisch. Als Ziele, die vor Ort erreicht werden können, ist der Kampf gegen Befristung in Schule und Universität, gleiche Einstiegsgehälter für alle Schularten und regelmäßige Bildungsangebote wie die Reihe „Bildung anders“. Wir werden unseren Aktionsschwerpunkt auf diese Themen legen, versicherte Koerber-Becker.

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„Und wie geht`s in der Schule?“

GEW-Bildungsfachtagung schaut auf Schülerbefinden

„Gute Schulen erkennt man daran, dass sich Schülerinnen und Schüler darin wohlfühlen,“ sagt der unterfränkische Gründer der Fachtagung Bildung anders, Rudolf Brandenstein. Die Bildungsgewerkschaft GEW aller drei fränkischen Bezirke stellte das Befinden von Schülerinnen und Schülern in den Mittelpunkt der diesjährigen Tagung. „Die Forschung hat die Befindlichkeiten unserer Klientel sträflich vernachlässigt,“ bedauerte der GEW-Experte Jonas Lanig, Vorsitzender der Aktion Humane Schule. Im Zentrum der Bildungsforschung hätten bisher lediglich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler gestanden. „Das führte zu äußerst fragwürdigen, unproduktiven Schul- und Länder-Rankings.“

Aus verschiedenen nationalen und internationalen Forschungen zur Zufriedenheit der Lernenden filterte Lanig im wesentlichen vier Faktoren heraus:

  • Auch wenn sich Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet fühlen, empfindet jeder zweite
    von ihnen Angst vor Klassenarbeiten.
  • Schulstress ist nur für etwa jeden dritten Schüler kein Problem, nicht einmal jeder zweite
    bezeichnet die Beziehungen in der Schule als anerkennend.
  • die Identifikation mit der eigenen Schule ist hoch, das Bestehen der Abschlussprüfung ein
    wichtiges Ziel, aber das Interesse an den Unterrichtsinhalten erschreckend gering.
  • Schülerinnen und Schüler wollen sich möglichst lange alle Bildungswege offen halten.

„Gerade der letzte Punkt deutet darauf hin, dass die GEW-Forderung nach längerer gemeinsamer Schulzeit dem Wohlbefinden und damit dem Lernerfolg von Lernenden dienlich ist,“ folgerte Jonas Lanig: „Dann können Schulen auch humane Häuser des Lernens werden“.

Bildunterschrift:

Vor der Schule in Hallstadt: Jonas Lanig, Bundesvorsitzender der Aktion Humane Schule (rechts im Bild), informierte beim 24. GEW-Forum Bildung anders Kolleg*innen aus allen drei fränkischen Regierungsbezirken. Links der Initiator der jährlichen Veranstaltung, Rudolf Brandenstein aus Unterfranken, VGEW-Hauptpersonalrätin Ruth Brenner, Vorstandsmitglied GEW-Mittelfranken und Mitglied im Hauptpersonalrat, Ernst Wilhelm, stellv. Vorsitzender der GEW Oberfranken.

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Jetzt schlägt’s A13 – Gleiches Einstiegsgehalt schafft mehr Gerechtigkeit für Lehrerinnen

Bildungsgewerkschaft GEW am Donnerstag bayernweit aktiv, denn Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen bekommen nicht, was sie verdienen.

Ihre Aufgaben sind zwar nicht gleichartig, aber durchaus gleichwertig denen anderer Lehrämter. „Wir arbeiten professionell viel im erzieherischen und pädagogischen Bereich, “ sagt eine Grundschullehrerin aus Würzburg. „Das führt zu vielen Gesprächen, Familien- und Ämterkontakten und Aktendokumentationen“. Dennoch erhält eine Lehrkraft an Grund- und Mittelschulen mit der Gehaltsstufe A12 lebenslang deutlich weniger als ihre Kolleg*innen an Gymnasien, die auch noch zwei Gehaltsstufen aufsteigen können. „Die unfaire Bezahlung an den Schulen benachteiligt besonders Frauen,“ sagt der GEW-Bezirksvorsitzende Martin Heilig. 90% der Grundschullehrkräfte in Unterfranken seien Frauen. Diese arbeiteten auch oft in Teilzeit, könnten nicht aufsteigen und beenden ihre Karriere nach 40 Jahren Erziehung der Kleinsten in der niedrigsten Gehaltsstufe. „Wir brauchen mehr Wertschätzung der Bildungsberufe. Wir fordern ein gleiches Einstiegsgehalt für alle Lehrkräfte: Ja, jetzt schlägt’s A13!“, so der Bildungsgewerkschafter.

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